Druckschrift 
6,[1] (1891) A. Des Hauses Jung-Helpte (auch dänischen Astes, insbesondere des Hauses Kittendorf) neueste Geschichte, von etwa 1700 bis zur Gegenwart ; B. Rückblick
Entstehung
Seite
39
Einzelbild herunterladen
 

Jüngeres Hans Helpte. 39

v. Rieben 1738; noch mit ihm trat Ernst Ludwig v. Genzkowin Unterhandlung wegen Rücknahme von Dewitz, das jenerNamens seiner Gattin Pfandmäßig innehatte. Er wardarum schon früher von den Sadelkower v. Genzkow'sinsgesammt proccßmäßig besprochen worden; um die sichweitläuftig anlassende Sache zu vereinfachen, beredete ErnstLudwig die Brüder, sie ihm allein zu übergeben. 1740sprach der Reichshofrath zu Wien ihm das agnatische Re-luitionsrecht am Gute zu. Immer noch nicht zu hebendeSchwierigkeiten veranlaßten ihn, 1742 den jüngst gewähltenKaiser Karl VII. (von Baicrn) in Frankfurt am Mainaufzusuchen. Seit 1753 Vice-Landmarschall des Star-garder Kreises und als solcher Theilnchmer der großenLandcsverträge von 1755, wurde er 1757 Landrath (vgl.Bd. V, S. 143). Will man guten Kennern der Stargar-dischcn Landesereignisse dieser Zeit trauen, so hat er undseine nächsten Verwandten vielfach wohlthuenden Einflußauf deren Gang geübt und ist von hoher Achtung beiJedermann getragen worden.

Dasselbe Vertrauen hatte sich sein Sohn Karl BalthasarFriedrich (geb. 1726) erworben. Sohn aus seines Vaterserster Ehe (die zweite schloß derselbe mit einer v. Klinkow-ström) mit Friederike Amalie v. Blücher aus Kittendorf >),Tochter des bischöflich Lübeck - Eutimschcn HofmarschallsJoachim Ernst, überließ er dem vorhin gedachten jüngerenHalbbruder Johann Adolf Friedrich das Stammgut Dewitzund wohnte nacheinander auf verschiedenen Gütern in derGegend von Gnvien. Von hier aus machte er sich währenddes siebenjährigen Krieges vielfach um das geplagte Landverdient, um schließlich (1770) nach 5jührigem Dienste inder Strclitzer Domainen-Kammer, in demjenigen Lande nochgeschäftlich thätig zu sein, von welchem vor Kurzem derauf seinem Vaterlande lastende schwere Druck ausgegangenwar. König Friedrich II. von Preußen bestellte ihn unter

0 f 1727. Zwei Brudertöchter derselben haben nach einander(1742 und 1762) den Kammerherrn Georg Ludwig v. Oertzcn gehenrathet, welcher dadurch, indem zu Kittendorf männliche Nachkommen-schaft mangelte, in Besitz des schönen Gutes gelangte und nun Lübbers-dors aufgab.