Jüngeres Haus Helptc. 27
Offenbar hat das Ehepaar sich dabei der Zeit (1715)erinnern wollen, wo man zur Wiedereinlösung des Stamm-gutes gelangte. — Auch sonstige Andenken hat diese letztePeriode des Familien-Besitzes hinterlassen. Die Kirche desOrtes ist ihrem Haupttheile nach älter als die v. Oertzenauf dem Gute; sie stammt aus der gothischen Zeit (14.—15. Jahrhundert). Aber auf dem Thurme steht eine Wetter-fahne mit der Jahreszahl 1728; ganz oder wenigstens soweitdie Bedachung reicht, hat ihn also Henning Christoph v. Oertzenaufgerichtet. 1736 gab der Brand des Pfarrhauses seinemNachfolger im Besitz Gelegenheit, sich um das Wohl desOrtsseelsorgers verdient zu machen. Auch die eine derGlocken (die andere stammt von 1799) rührt Wohl nichtvon ihm her, denn sie trägt (1714) die Zahl des Jahres,die seiner Rückkehr an den Ort voraufging.
Immerhin tritt in allem diesen seine Anhänglichkeitan denselben genügend deutlich hervor. So mag ihm aufeine stürmische, dann vielleicht durch frühen Tod oder hartesLeiden der ersten Gattin getrübte Jugend ein beschaulichesund ruhiges Alter gefolgt sein — sonst weiß man wenigüber seinen Lebcnsgang. Gestorben ist er am 3. Juni1735; seine Wittwe, geb. v. Blücher, folgte ihm erst am11. Februar 1752 nach, in ziemlich hohem Alter und nurein Jahr vor Ableben ihres einzigen Erben. Mit der Nach-kommenschaft des Hauses Helpte-Neuensund steht es ganzähnlich wie mit der des Bruders zu Golmitz (s 586). Vondrei Söhnen sind zwei im ersten Jahre ihres Lebens dahingegangen; der allein überlebende hieß ebenso wie des HansErnst einziger Sproß: Henning Ernst. Wir müssen den(um 17 Jahre) jüngeren Vetter daher mit einer entsprechendenZiffer verschen.
24. Henning Ernst II. 25. August Friedrich.
26. Friedrich Leopold.