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Das älteste Matrikel-Buch der Universität Krakau : Beschreibung und Auszüge ; Festschrift zur 400jähr. Jubelfeier d. Ludwig-Maximilian-Universität zu München
Entstehung
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ihre Matrikelbücher, von denen das älteste bis zumJahre 1508 reichende den Gegenstand dieser Schriftbildet, ein ehrwürdiges Denkmal, das neben den bereitsdurch den Druck bekannten Statuten und dem ebenfallsbereits veröffentlichten Promotionsbuche der philosophi-schen Facultät ein farbenreiches Bild der Schicksalejener Hochschule vor unseren Blicken entrollt.

Es sind zum Teile hochberühmte Namen, denenwir hier begegnen. Was zunächst Polen selbst betrifft,so wird sich von denen, die um jene Zeit entscheidendin dessen Geschicke eingegriffen haben, wol kaum einName finden, der nicht in unserer Aufzeichnung be-gegnete. Oft deutet ein später hinzugefügter Finger-zeig, ein beigesetzter Bischofstab oder eine nachträglicheBemerkung zu dem Namen an, dass dessen Trägerseither zu hohen Würden im Staate und in der Kircheemporgestiegen sei. Doch ist es nicht so sehr dies,was dem Buche auch die Teilname weiterer Kreisesichert, als vielmer der Umstand, dass in den Scholarenauch ferne Lande, zumal die deutschen Stämme ins-gesammt vertreten sind. In ihrer mit jedem Jahrewachsenden Zal spricht sich vor allem die steigendeBlüte der Hochschule aus, die um die Neige des Jahr-hunderts den Höhepunkt erreicht haben dürfte, als diePflege der Mathematik und der Astronomie aus nahund fern Schüler in der alten Hauptstadt Polens ver-sammelte und daselbst Copernicus die Anregung zuseiner unsterblichen Entdeckung empfing. Das ist die