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Genealogie des königlichen Hauses Bayern
Entstehung
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G t n I e l t u n g.

Die vielen Unrichtigkeiten und Widersprüche in den bayerischen Genealogien,(ja selbst Irrungen in den schatzbarsten Abhandlungen unserer würdigsten Gelehr-ten sind nicht selten) welche zum Theil nur, so zu sagen, in Bruchstücken odergar in Rapsodien bestehen, zu berichtigen, und das Mangelhaste zu erganzen,war die mir vorgesteckte Aufgabe zu diesem Werke.

Meine 27jährige Dienstesstellung bei dem k. geheimen Haus-Archive botmir die Hilfsquellen hierzu.

Uebrigens habe ich zu bemerken, daß die Eheversprechungen im 14. Jahr-hundert keine Critericn des Alters geben, daß die Daten, so weit es immerthunlich war, nach dem Gregorian'schen oder nach unserem heutigen Kalender be-rechnet, und die zwölf synchronistischen Tabellen zur kürzeren Uebersicht derStammhalter aus den verschiedenen Linien, so wie der Pabste und röm. Kaiser :c.w., welche zu gleicher Zeit in der Regierung gestanden sind, angehängt wurden.

Ferne sey von mir, mit diesem Werke einen literarischen Verdienst er-werben zu wollen, vielmehr gicng meine Tendenz von einem weltbürgerlichenStandpunkte aus; glaube jedoch für mein Vaterland etwas Nützliches geleistetzu haben, daher übergebe ich selbes als Leitfaden dem Geschichtsforscher zumrichtigen Anhaltspunkte, dem Lehrer, so wie der die vaterländische Geschichte stu-dierenden Zugend, und überhaupt jedem Gebildeten.

Der Verfasser.