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Joachim vom Berge und seine Stiftungen : ein wichtiger Beitrag zur Geschichte Schlesiens
Entstehung
Seite
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Durch die Stipendienfundation sind seit ihrem Beste-hen mehr als sieben hundert evangelisch Studirende unter-stützt worden, von denen Mancher, wenn ihm nicht dieseHilfe geworden wäre, die wissenschaftliche Laufbahn nichthätte betreten können, und mehr als fünfzig vom Adelhaben das größere Stipendium genossen. Durch die Stö-rungen, welche die Verwaltung erlitt, und durch gütlicheVergleiche, haben außer Bunzlau und Sprottau, Gör-litz für zwei und Guben für ein Stipendium noch das Pra-sentationsrecht erlangt, so daß dem Senioratsherrn mitden Executoren jetzt die Verfügung über sieben Universi-tats- und fünf Schulstipendien zusteht. Nach der Ret-tung der Fundation ward noch ein adliches Schulstipen-dium, jahrlich zu fünf und sechzig Reichsthaler, gebildet.Das Kapital, größtenthcils unablöslich ausgethan, be-steht aus ein und dreißig tausend vier hundert fünfzigReichsthalern, dessen Zinsen, meistens Sechs vom Hun-dert, nach Anordnung des Stifters verwendet werden.Außer den Stipendien werden jahrlich achtzig Reichsthaleran den evangelischen Pfarrer zu Herrndorf, vier undzwanzig Reichsthaler an den dortigen evangelischen Schul-lehrer, und eben so viel an den zu Cladau, und achtReichsthaler an arme Schulkinds, gegeben. Die nachBestreitung der angeordneten Ausgaben übrig bleibendenZinsen empfangen theils bedürftige Glieder des vom Berg-schen Geschlechts als Unterstützung, theils Dorf- undandere Arme. Das Seniorat hat seit 1822 den sieb-zehnten Besitzer.

*) Siehe die Stammtafel.