Hans Feldberg.
so bestimmt bezeichnet auf, daß nicht anzunehmen ist, beideMarschällc seien dieselbe Person, um so weniger, da am 24.Sept. > 394 der mcklenbnrgischc Marschall Johann von Schwansceneben den beiden stargardischen Brüdern von Oertzcn genanntwird. — Zn jener Zeit war das Marschallamt noch nicht erblich.Vor der erblichen Verleihung beS Amtes giebt es von Marschallendes Landes Stargard bis jetzt keine andere Spur, als die Führungdes Amtes durch Hermann von Oertzcn. Im I. 1354 erhieltHenning Berc zuerst das Marschallamt erblich. Dieser verlor eSjedoch bald wieder und von 1392—14kl erscheinen die vonPlate sehr häufig als stargardische Erblandmarschälle, bis das Amtim I. 1499 auf die Familie Hahn überging, welche es nochheute besitzt.
Hermann von Oertzcn verschwindet mit seinem Bruder Detwigam 12. März 1398 aus der urkundlichen Geschichte des LandesStargard. Er wird nur noch ein Mal am 12. März 1318genannt, als er mit seinen Söhnen Detwig und Godckin (Gott-fried) eine Bürgschaft wegen des an das Kloster Doberan ver-kauften Gutes Bastvrf (oder damals Bartholdsdorf), an welchemauch die von Oertzcn Rechte hatten (vgl. Hermann I. auf Noggow),übernahm fllllj. Daß dieser Ritter Hermann ein anderer ist,als der Ritter Hermann l. auf Roggow, beweisen nicht nur diegenannten Sohne, welche ganz andere Namen führen, als Her-mann's I. auf Noggow Sohne, sondern auch das an der Urkundevom 12. März 1318 Hangende, auf Tab. III. Fig. 2. abge-bildete Siegel des stargardischen Ritters Hermann, welches einganz anderes ist, als das Siegel Hermanns I. auf Noggow,welches dieser ungefähr zu derselben Zeit 1311 —1319 führte.Daß sich Hermann noch bei Veräußerung von alten Familien-gütcrn im Lande Mcklenburg bctheiligte, läßt sich dadurch erklären,daß die von Oertzcn ihre Güter zn gesammter Hand besaßen undgrade in jenen Zeiten die Auseinandersetzung der Linien statt ge-sunden haben muß. Ucbrigcns darf Bastorf oder Bartholdsdorfbei Ncubukow nicht mit Barsdorf bei Fürstenbcrg verwechseltwerden, wie wohl geschehen ist; das letztere Gut kam erst in denZeiten der neuern Geschichte in den Besitz der von Ocrtzen ansdem Hause Hclpte.
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