5k> Mcklenburgischc Linie.
auch der Burgemeistcr von Wisinar. Bon den alten Räthen,welche schon bei den: Regierungsantritte Heinrichs des LöwendaS Amt führten, lebten noch: Conrad von Cramon und Hermannvon Oertzen, von den um die Mitte der Regierung des Fürstenernannten Räthen lebten noch: Georg Hascnkop, Wipcrt Lützow,Johann von Bülow, Johann von Plcsscn, Heinrich Barnekvw,Barthold Preen; in den letztem Zeiten waren hinzugekommen:Gottschalk Storni, Eckhard Ncgcndank, Eckhard von Bibow, Jo-bann Moltke, und für das Land Stargard: Otto von Dcwitz,Heine Manteusscl, Ziicvlaus von Helpte und Hermann von Mar-burg. Die Stellen einiger im Laufe der Zeit abgehender Räthewurden durch andere Männer besetzt, wie durch Eckhard Hardcnack,Vvlrath Smeker, Nicolaus von Arekow, Erich von Lübberstorf.Die Vormundschaft führte im Namen des Fürsten Albrecht dieRegierung und ein eigenes Siegel; der Sitz der Vormundschaftwar Wismar. Eonrad von Cramon trat mit dem I. 1329 vondem Schauplätze dcS Wirkens und starb vor dem I. 1337, undso war Hermann von Oertzen der älteste Landrath undPräsident der Vormundschaft während ihrer ganzen Dauer;er behauptete auch seine Stellung bis zum Ende mit Kraft undThätigkeit, da keiner der übrigen die Erfahrung haben konnte,welche er durch Stellung und Beruf in langer Zeit erworbenbatte. Die kriegerischen Angelegenheiten verwaltete Wipcrt vonLützow, der im I. 1329 Marschall genannt wird; Nicolaus vonHelpte verwaltete als Truchscß sacxpnmurins) das fürstlicheHans und Georg Hasenkop hatte schon längere Zeit die Rechts-geschäfte besorgt. Diese, neben einigen andern, waren unter derLeitung Hermanns von Oertzen denn auch vorzüglich thätig. DieVormundschaft dauerte bis Ostern 1339.
Der junge Fürst machte sich sofort von der ihn drückendenVormundschaft unabhängig, warf sich den Seestädten, namentlichder Stadt Rostock und deren Patricierfamilien in die Arme, segeltezur Heimführung seiner Verlobten Euphemia nach Schweden,stärkte sich nach seiner Rückkehr durch kräftige Bündnisse und be-gann mit dem Anfange des I. 1337 die Beruhigung seinesLandes, welche ihm auch bald und vollständig gelang. Zunächsttraf sein Unwille seine Vasallen, welche, die Jugend des Fürsten