Stammväter.
4.
Detwig I., Ritter.
1270-1301.
8- 4. «. III.
Der Ritter Detwig von Ocrhen, welcher schon im I. 1270neben seinem ältern Bruder Dietrich als Ritter auftritt slVj,spielt während einer sehr bewegten und merkwürdigen Zeit einebedeutende Rolle in Mcklenburg. Besaß er auch kriegerischeTugenden, da er den Nittcrgürtel trug, so war doch seine Friedcns-regicrung noch großer, als seine Ritterschaft, und er diente demBatcrlande als fürstlicher Rath, Landrath und Landcsrcgent 30Jahre lang in trüben und schweren Zeiten während des LebensHeinrichs des Pilgers mit Umsicht und Erfolg. In den meistenUrkunden wird er, neben den andern, oft vorkommenden fürstlichenRäthen und ritterlichen Burgmännern von Wismar und Gade-busch, ausdrücklich Ritter des Fürsten (miles iwster) slV,XVIlj, Rath (ecmsilinrius) sXj, genannt! am 25. Junii 1284wird er als Rath den Rittern des Landes starene nostrnamilites) sXj beigezählt, was ohne Zweifel eine Stelle als Land-rath bezeichnet, da das Institut der Ländräthe sich schon in dieserZeit vollständig ausbildete.
In der Begeisterung der damaligen religiösen Ansichten, ausritterlicher Tapferkeit, aus Lust, die Welt und den fabelhaften,reizenden Orient und Süden zu schauen, auch wohl im Dank-gefühlc gegen die Vorsehung für die glückliche Durchführung derBekehrung und Zähmung des hartnäckigen Obotritenvolks und fürdas üppige Aufblühen aller jungen Stiftungen, ergriff den FürstenHeinrich von Meklcnburg die Sehnsucht nach Kreuzfahrten. Schonfrüher hatte er einen Krcuzzug nach Liefland unternommen unddort im Getümmel der Schlacht ein junges heidnisches Mädchengerettet, welches er zum Christenthumc erzog, advptirtc und indas Kloster Nchna gab. Bei der Ausstattung derselben warDetwig von Oertzcn gegenwärtig sVj. Nachdem dem FürstenHeinrich drei Kinder: eine Tochter, Luitgart, und zwei Söhne,Heinrich und Johann, geboren waren, faßte er, später der Jeru-