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Allgemeine Forschungen.
Das Geschlecht der von Oertzcn steht im nördlichen Deutsch-land in Namen und Wappen allein, ohne erweisliche oder mutb-maßlichc Stamnicsverwandtschaft. Oft kann die nicht selten vor-kommende Stammcöverwandtschaft viel zur Aufklärung einesGeschlechts beitragen, wie z. B. in den Familien der Hahn undvon Dechow, deren Stammväter nach urkundlichem ZeugnisseBrüder waren (vgl. Lisch Geschichte des Geschlechts Hahn I, S.41 flgd.), der von Bülow und von Brützekow, der von Lcwetzowund Barnevür, und anderer, welche gleichen Schild und erweis-lich oder muthmaßlich denselben Stammvater habe»! für dirHerkunft von demselben Stammvater redet in der Regel alleindaö Wappen, nicht der Name, welcher bei Familien gleicherAbstammung oft verschieden ist. Gin Geschlecht gleiches Namensmit den von Oertzcn! ist nicht bekannt. Es ist aber auch bisherkein altes Geschlecht von Bedeutung bekannt geworden, welchesmit den von Ocrtzen gleiches Wappen führte, mit Ausnahmeeiner Familie, deren Stellung jedoch einen andern Ursprung verräth.
Eine Familie von Schwerin führte zwei Arme,welche einen Ring halten, im Schilde, wie die von Oertzcn.
Es lassen sich bis jetzt drei Familien von Schwerin nach-weisen. Eine alte Familie von Schwerin, mit einer FamilieGrote erweislich stammverwandt, wohnte seit dein Anfange des 14.Jahrh, jenseit der Elbe, stand in den ältesten Zeiten in Lehnspflichtder Grafen von Schwerin und führte einen qucer getheiltenSchild, welcher oben ein rennendes, ungrsatteltes Pferd, unten dreimit gestürzten Spitzen belegte Pfähle hat; diese Familie hat wohlvon der Grafschaft oder der Stadt Schwerin den Namen, damehrere Grafen von Schwerin ein schreitendes Pferd im Siegelführten und viele Güter jenseit der Elbe hatten. Eine andereFamilie von Schwerin ist die bekannte, angesehene Familie,deren Hauptgüter immer in Vorpommern lagen,- diese führt einemit Raschen belegte Raute im Schilde und steht wohl nicht zuder Grafschaft Schwerin in Beziehung. Eine dritte FamilieSchwerin, welche sich im 14. und Ist. Jahrh, immer nurSchwerin, nie von Schwerin nennt, war im 15. Jahrh,an der Grenze der Grafschaft Schwerin im Lande Parchimangesessen, und diese ist es, welche einen Schild mit zwei