Allgemeine Forschungen.
„Eisenhütlein" zu halten , ist gar krin Grund vorhanden, dadie symbolischen Bezeichnungen der neuern Heraldik noch zu jungeErfindungen sind, als daß man sie mit Erfolg für die alte He-raldik sollte benutzen können. Auch ist der von örtzcnsche Schildimmer einfach roth gewesen. Diese Belegung des Schildes stehtin der ältern Geschichte der norddeutschen Heraldik der Nittcr-stegcl ganz einzig da? es ist kein anderes altcS Nitt er-st egcl Meklenburgs bekannt, dessen Schild mit Figuren be-streut wäre, was ohne Zweifel vorkommen würde, wenn die Be-strcunng irgend etwas Bekanntes bezeichnen sollte. Von dennorddeutschen Fürsten führt der Graf Albrecht von Orlamünde,Graf von Holstein, Stormarn, Natzeburg und Wagrien im An-fange des 13. Jahrh, einen mit Herzen bestrenetcn Schild (vgl.v. Kobbe Gesch. des Hcrzogth. Laucnburg, I, S. 2kl), Not. II)).Von allen andern von örtzenschen Siegeln ist nur eines vor-handen, dessen Schild mit Pflugscharen bestreut ist, nämlichdas Siegel des Hermann von Ocrtzen, Bruders des Sivcrtvon Oertzen auf Noggvw, an der in Jahrb. IX, S. 3l)2 — 3<)!>gedruckten dvberaner Urkunde vom 21. Der. 1431.
Für eine tiefere Bedeutung der auf den Schild der vonOertzen gcstrcnetrn Figuren dürfte der Umstand reden, daß sichdie Bestreitung mir auf den ältesten Siegeln findet, also wahr-scheinlich mit Bewußtsein geschehen ist, darauf aber für immerganz aufhört. Die Bestreitung des Schildes mit Pflugscharenmöchte aber ihre Erklärung in dem Namen Oertzen finden, indemdieser wahrscheinlich: Ackcrer, Landmann, bedeutet, wie obendargethan ist.
In spätern Zeiten, namentlich im Verlaufe des 14. Jahrh.,haben mehrere Siegel, namentlich die Siegel der Familiengliederaus den Nebenlinien, einen Punct zwischen den Arme» desSchildes (vgl. zu den Urk. Nr. I.XXXIV, I.XXXVII, EIIY iman darf dies aber wohl nur mehr für eine zufällige Verzierung,als für ein bedeutungsvolles Zeichen halten.
Die Tinctur oder Färbung des Wappens hat sich nichtso ungetrübt erhalten, wie die Gestaltung der Wappenzcichen.Die rothe Färbung des Schildes hat zwar bis auf unsereTage unverändert fortgedauert! dagegen sind in neuern Zeiten die