Name.
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Form Aber es kommen, freilich selten, mich sicher ver-
bürgte Formen des Namens vor, welche zu den erwähnten dia-lektischen Abwandlungen ganz passen. Der Knappe Nicolanö I.von Ocrtzen, der am werlcschen Hofe in einem Landesthcile lebte,welcher sicher später als Meklcnburg germanisirt ward, wird ge-wöhnlich 0ril2, dritte, dritten und drt?in genannt;aber in einer Original-Urkunde vomJ. 1298 heißt er auch Huri?.sXIVst Der Ritter Hermann I. von Roggow heißt in einerOriginal-Urkunde vom I. 1314; detlr^o sXl^VIs, und auf denSiegeln werden Matthias von Ocrtzen 1345; tloiso sl^XXXIVsund Nicolans von Ocrtzen von Nvggow 1359; >Vur?oi,I I^XXX VIIIs genannt, was ganz zu der oben angeführten wendisch-lansitzer Mundart stimmt. Ja, die dialektische Eigenthümlichkeit prägtsich in einer Original-Urkunde vom I. 1328 sl^Xllls noch schärferaus, indem hier der in dem fernen stargardischen Lande lebende RitterNicolans I. von Ocrtzen sogar Xur^? genannt wird; dies istentweder eine niederwcndische dialektische Eigenthümlichkeit, wieauch die mcklenbnrgische Familie Arccow sehr häufig Naxecowheißt, oder eine Spur von einer alten Zusammensetzung mit der Prä-position nn: auf, wie denn auch im Laufitzschen uacvaeno?:anfackern heißt. Jedenfalls mußte die wendische Aussprache desNamens den deutschen Schreibern sehr unverständlich oder schwierigsein, da in einer Original-Urkunde vom I. 1391 sXVIIj der RitterDctwig sogar Oetvviolr vn» lUoetofie genannt wird, indem unterdiesem Namen kein anderer verstanden werden kann, als DoNvi^von deto?e.
Es ist hiernach unzweifelhaft, daß der Name Ocrtzen einwendischer Name ist und wohl bis in die Mitte des 14.Jahrhunderts mitunter mit etymologischem Bewußtsein gesprochenward.
Diese Thatsachen und Ansichten würden schwerlich Bedenkenerregen, wenn nicht schon sehr früh eine andere Erscheinung ansLicht träte, welche jede Etymologie des Namens Ocrtzen ans denersten Blick erschüttern könnte. Die Familie fübrt nämlich schonseit dein 13. Jahrhundert das Wörtchen .,von" vor demGcschlechtSnamen. Das Wörtchen „von", lateinisch „clo", vordem Geschlechtsnamen ist bekanntlich erst seit dem Anfange des