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1 (1847) Vom Ursprunge des Geschlechts bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Allgemeine Forschungen.

mals ohne Zweifel noch mit Bewußtsein geschrieben. In denältern Zeiten bis zur Mitte des 14. Jahrh, erscheint der Nameam häufigsten in der Form Oris oder (leitn. Forscht manin den verwandten slavischen Mundarten nach der Bedeutungdieses NamcnS, so bedeutet (Irin oder Orin: Ackersmann,Land mann. Die Wurzel des Wortes ist »r-, wie im Lateinischenur-ur«: ackern, und im Altdeutschen ur-un: ackern, nochin den Wörtern Aerndte, Aehre, lebend. Im Böhmischen heißturuai: ländlich, oruvll^: Ackercr, oruoinu: Acker, imPolnischen: oruö (ausgesprochen oru^g): ackern, und orgenlca:Ackcrbcstcllung. In dem Wendischen der Lausitz, welches demalten Wendischen in den Ostseeländern am nächsten kommen mag,klingt das u bisweilen wie c> oder wie ein unreines u, naincnt-lich in allen mit der Präposition rvn zusammengesetzten Wörtern"(vgl. Bose Wendisch-deutsches Handwörterbuch nach dem ober-deutschen Dialekte, 1840, S. X); in diesem slavischen Dialekteheißt warnen.' ackern, und das DorfVuritx bei Bautzcnheißt im Oberlansitzischcn (Vurix (vgl. Bose a. a. O. S. 73)und der Ort Vnru« in der Nicdcr-Lausitz: Hur »2 (vgl. Bro-nisch über wendische Ortsnamen im Neuen Lausitzischcn Magazin,VII, 1842, S. 73) Es geht also die slavische Wurzel or-dialektisch in ur-, rvur- und I>ur- über. Man hat dahernicht nöthig, den Namen Ilrii? oder Ori'2 von andern wendischenWörtern, wie des zusammengesetzten Iiuru^^tg: verletzen, odervon Irorie?! brennen, abzuleiten und das Wegfallen des erstenBuchstabens anzunehmen. Die Sprachwurzel ur: ackern,mit ihren Vokalverändcrungen ist in allen Sprachen so kräftig,daß sich auch in den ältesten germanischen Dialekten Formenfinden, welche dem wendischen Namen Oertsen sehr nahekommen. So heißt im Gothischen uurtjs: Gärtner (vgl.Ulfilas, von Zahn, Glossar. S. 84) und im AlthochdeutschenIcuor^oto oder Ae-oi'2üt: bebauetcs, bepflanztes Land(exeultu), Baumschule (vgl. Grass Althochdeutscher Sprachsch.I, S. 477, und Maßmann Wörterbuch zu demselben S. IK7).

Zu diesen Etymologien stimmen nun die alten Formendes Namens Oertneu ganz. Die älteste Form ist 1102II ri? sls; diese Form erscheint zunächst am häufigsten in der