Literatur.
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von Ocrtzen, wir vieler anderer Familien, entworfen; diese Arbeitist zwar in ihren Angaben zuverlässig, entbehrt aber der gehö-rigen Umsicht und Kritik in der Forschung, wie cS auch nichtanders sein konnte, da in jenen Zeiten die Archive strenge ver-schlossen waren und die Wissenschaften sich in veralteten Traditio-nen ohne gründlichen Fortschritt weiter bewegten. Auch legten diegenannten Archivare Schnitz erst den Grund zu einer Ordnungund Bearbeitung des meklenburgischen Archives; es blieb ihnenalso sehr vieles verschlossen, was nur durch tiefere Studien ge-wonnen werden kann. Ungefähr auf demselben Standpunktesteht der Hofmeister Jvsias v. Bchr, welcher um das I. 17-Uldie von der meklenburgischen Ritterschaft angekaufte und imritterschaftlicheu Archive in der Handschrift aufbewahrte Geschichtesämmtlicher adeligen Familien McklenburgS abgefaßt hat. Ererforschte und fand freilich manche Quelle mehr, als seine Vor-gänger, um so mehr als die Ritterschaft ihn begünstigte, undsuchte sich über die chronikcnartigc Anordnung zu erheben; aberdas Unternehmen war viel zu groß, als daß es gründlich hättewerden können, und dazu führte ihn das Streben nach einemmehr fließenden Style noch mehr zur Lückenhaftigkeit. Viel be-deutender sind die Arbeiten des nieklenburg-strclitzischen MinistersChristoph Otto von Gamm, welcher um das I. 1780 dieStaimnbäuinc aller adeligen Familien, welche das Jndigenatrechtbesitzen, und die Nachrichten über die ausgestorbeneu adeligenFamilien vollendete; vgl. Jahrb. des Vereins für meklenb. Ge-schichte, XI, S. 420 flgd. Die v. gamm scheu Arbeiten zeichnensich durch den großen Fleiß, mit welchen er die verstecktestenNachrichten herbeischaffte, rühmlichst aus und sind ohne Zweifeldie tüchtigsten allgemeinen Genealogien, welche Meklenburg bisjetzt besitzt. Außer diesen Genealogien, deren Original und ein-ziges Eremplar, so viel bekannt ist, jetzt im großherzoglichenArchive zu Schwerin aufbewahrt wird, verfaßte v. Gamm imJahre 1782 auch noch besonders eine „genealogische und histo-rische Beschreibung des Geschlechts von Ocrtzen", deren Originalebenfalls vorliegt. Wenn dieses Werk auch nur in Grundlageder bis dahin bekannt gewordenen urkundlichen Nachrichten zu-lainmengetragen ist, so offenbart es doch augenscheinlich das ernste
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