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Allgemeine Forschungen.
sich selbst trägt. Freilich kann die Geschichte eines Geschlechtsnur ein Abriß des Merkwürdigste» und Wichtigsten seines Lebenssein; aber dies mag auch schon hinreichen, den inner» Znsam-mcnbang zu ergründen und lebendig zu machen.
Literatur.
Die Familie von Oertzcn ist durch ihre Bedeutsamkeit undStellung in den deutschen Ostsecländern einer Geschichte werth.Mag auch der Schleier, welcher vor den Räumen der ältestenGeschichte hängt, nicht ganz gelüftet werden können, so ist dochdas Geschenk, welches die Familie durch die Mittheilung derzahlreichen, ihre Geschichte berührenden Urkunden und die Ueber-sicht ihrer Geschichte der vaterländischen Wissenschaft macht, einsehr bedeutendes und daukenSwerthes.
Die frühere Literatur über die Geschichte dieser Familieist nicht von Erheblichkeit. Was LatvmuS giebt, ist ganzwerthlos. Viel wichtiger sind die gedruckten Leichenreden ausden letzten drei Jahrbnndcrtcu, deren die Familie mehrere mitsehr ausführlichen Berichten besitzt. Die erste allgemeinere Er-scheinung in der Literatur ist ein von dem Advocaten Joh. Scifcrtzu Ncgcnöburg im I. 1728 herausgegebener, auf Einen Bogengedruckter Stammbaum der letzten ki Generationen der Familie;dieser Scifcrt befaßte sich viel mit Genealogie und hat die Stamm-bäume mehrerer meklenburgischen Familien drucken lassen, freilichohne Einfluß auf die Geschichte dadurch zu gewinnen, weil ihmdie Quellen zu ferne lagen.
Die ersten, welche aus den Quellen schöpften und fürGcschlechtergcschichtc große Thätigkeit entwickelten, waren diemeklenburgischen Archivare Schnitz, Vater und Sohn, von denender ältere, Johann Schnitz, 1701 1- 1727, der jüngere, JohannHeinrich Schnitz, I7ll1-j-175k die Stelle eines Archivars be-kleideten. Der Archivar I. H. Schnitz d. I. hat nun auch einechronikcnartige Geschichte und mehrere Stammbäume der Familie