nisse gerathen; eben so mit Herzog Albert von Braun-schweig; (') endlich, von Neuem, mit der ReichsstadtMainz selbst, nicht ohne große und schädliche Verwirrungaller innern Angelegenheiten. Die Veranlassung gabenmeist sehr unerhebliche Fragen über einzelne Lehen undGüter, und die persönliche Leidenschaft hatte stets einengroßer» Einfluß, als der zu hoffende Gewinn. Der Kaisersuchte zu Mitteln; nicht gleich mit Erfolg.
Mit dem Kaiser war Gerlach noch im gleichen JahreG366) auf den Tag nach Frankfurt gezogen; ihm zu Wil-len half er die Wahl des Wenzeslaus zum Reichsvikar vonTentschland durchsetzen; auch sagte er dem Herzoge Freund-schaft und Beistand in allen erforderlichen Fallen zu; ebenso seinerseits Wenzeslaus dem Erzbischof.
Die Fehde mit Braunschweig fiel für Gerlach nicht sehrvortheilhast aus, trotz der engen Verbindung mit Thüringen;zuletzt fanden beide Theile es gerathener, von gegensei-tigen, all zu ungemessen aufgestellten Foderungen in etwasnachzugeben, und die Landgrafen halfen ihrerseits auchden alten Span mit Hessen völlig beendigen. Zu Verthei-digung des Landfriedens schloß Gerlach mit dem Kaiser undmchrern der ansehnlichsten Reichsfürsten eine neue Einung.
Während der Erzbischof jedoch für den Frieden nachAußen bemüht war, genoß er ihn selbst im Innern keines-wegs. Die Jmmunitäts-Koustitution zu Gunsten des Kle-rus, von Gerlach und den Gliedern seines Stiftes allzu-sehr ausgedehnt und allzustarr behauptet, weckte neuer-dings den nur mühesam eingeschlummertcn Geist der Zwie-tracht zwischen ihm und den Bürgern der Reichsstadt. Eingroßer Theil der Priester verließ nach und nach die ihnen
(') Es betraf Ouderstabt. welches er von Alberts Vetter, Otto(nachmals König in Neapel) angekauft.