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1 (1831)
Entstehung
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Gerlach benutzte mit gleichem Eifer seine freundschaft-lichen Verbindungen mit den Herzögen Ernst und Wilhelmvon Brannschweig für die Interessen seines Landes. Ergab dem Hochstifte Worms, aus Auftrag des PabstesJnnozenz VI. einen neuen Koadjutor; ließ dem heiligenBonifazius, Gründer des mainzischen Erzbisthums, ein,im Geschmack jener Zeit prächtiges, Denkmal setzen, gestat-tete den Martinstcin auszubauen, zerstörte das RaubschloßWilmar und stellte unter den Nonnen zu Aulenhausen denlanggestörten Frieden wieder her. Unter solchen rühmlichenAnstrengungen war das Jahr 1358 verstrichen.

Das folgende fand sein erneuertes freundliches Ver-hältniß zum Kaiser abermals gestört. Die Reformationder Geistlichkeit, von welcher um diese Zeit, veranlaßtdurch bittre Stimmen der Bessern, in mehr als einem euro-päischen Lande und durch die Untersuchungen und Spöt-tereien geistreicher Schriftsteller, mehr als je die Rede war,gab zu heftigem Briefwechsel und selbst zu feindseligenReibungen zwischen geistlicher und weltlicher Macht inTeutschlaud reichhaltigen Stoff. ES fiel dem höhcrn Kle-rus sehr empfindlich, daß die Layen sich zu Richtern seinerSitten auswarfen z und ob auch gleich bei vielen dieselbeÜberzeugung von der großen Entartung des Standes vor-walten mochte, so hinderte doch ein unzcitiger Kastenstolzjedes öffentliche Eingcständniß der vorgeworfenen Ver-brechen und Gebrechen. Der römische Kaiser faßte deshalbzum erstenmal ein Herz, um, nach den Forderungen derZeit und in teutsch-energischer Sprache, dem Nuntius,welcher, in der Absicht, neue Geldsummen einzutreiben,von Avignon nach Mainz gekommen war, den hohenPrälaten selbst in's Gewissen zu reden. Sowohl dieserletztere, als Gcrlach selbst, erstaunten nicht wenig der An-sinnen Karls: die Geistlichkeit habe, kanonischen Begrif-