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Unmittelbar nach dem Antritt seines Amtes zu Mainzforderte er von den Nassauern in energischem Tone dieBefreiung Konrads von Kirkel; als sie ihm abgeschlagenward, zog er an der Spitze zahlreicher Soldbandcu indas Gebiet der Gegner, und brach und zerstörte wohl andie fünfzig Burgen und Dörfer. Der Domherr ward end-lich herausgegeben, Kuno selbst aber rings am Rheinefurchtbar und Held der Sage. Er behauptete sich in seinerWürde als Provisor des Erzstiftes nunmehr auch gegenKirkel; die Feinde aber wagten es ferner nicht mehr, imoffenen Felde ihn anzugreifen. »Sie nahmen — erzahltder treffliche Geschichtschreiber der Nheingegeudeu — da-her ihre Zuflucht zu Hinterlist und Verschwörung, undwollten ihn unbewaffuet gefangen nehmen, oder aus demWege schaffen. Zweimal wurde er also in seinem Betteüberfallen, einmal durch Ulrich von Kronberg, das an-dercmal durch die Bürger von Bingen, welche Gerlachgewonnen hatte; allein in beiden Fällen rettete er sichdurch einen kühnen Sprung ans dem Fenster nach der Fe-stung Ehrenfcls. Von dieser hohen Burg herab konnte ersehen, wie die von den Nassauern unterstützten BürgerBiugens das über ihrer Stadt gelegene Schloß Klopp be-lagerten, welches er mit seinen Truppen besetzt hatte. Erkonnte den Belagerten Zeichen geben, und von ihnenempfangen, und alle Bewegungen bemerken, welche mangegen sie unternahm. Als er nun einmal bei Nacht in sei-nem Bette ein seltsames Geräusch über den Rhein erschal-len hörte, sprang er sogleich an das Fenster, um von daherab zu beobachten, was es zu bedeuten habe. Da ver-nahm er von Bingen herüber das Geklirre der Waffen,das Gedränge der Bürger, das Zurufen der Hauptleute;und als er daraus schloß, daß man gegen Klopp einennächtlichen Überfall wagen wollte, setzte er sogleich mit