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Karl nur durch wichtige Zugeständnisse dämpfen kennte.Die Stadt Mainz aber öffnete ihm erst dann die Thore,nachdem er das feierliche Versprechen abgelegt, Gerlachvon Nassau nicht mit hinein zu bringen, und an den Voll-zug der päbstlichen Sentenzen und seiner eigenen Dekrete,hinsichtlich seines Günstlings und Heinrichs von Virnc-burg, ferner nicht zu denken. Die Abneigung gegen denKönig war um so stärker, als er früher mit dem Erz-bischof in Verbindungen gestanden, ans Rücksicht aufGcrlach jedoch all» Traktate gebrochen hatte. Sie mindertesich auch dann nicht, als der Pabst mit erneuerten Dro-hungen den unermüdlichen Widersacher seiner Plane, Hein-rich, vor seinen Richterstuhl nach Avignou beschicd, waszu thun derselbe natürlich unterließ.
Der König, vor seinen Intriguen, vor den Anstren-gungen der Kaiserin Margarethe von Holland und ihrerSöhne, so wie ihres Verbündeten, Eduards von Eng-land weichend, war nach seinem Erblandc Böhmen gezo-gen, Gcrlach dahin ihm gefolgt; denn, obgleich der Pro-visor des Ehurstifts, Kirkel, von dessen Vetter, Johanndem Jüngern, gefangen genommen worden, so war erdoch seinem Ziele nicht näher gekommen, sondern ein an-derer Verweser, Kuno von Falkenstein, in die Stelle desErstern getreten, welcher den Nassauern und deren Freun-den und Beschützern schwere Sorgen bereitete. Dieser Kunovon Falken stein war eine der entschiedensten Naturendes Jahrhunderts und in der Meinung des Volkes hoch-geehrt durch das ganze teutsche Land. Obgleich dem geist-lichen Stande angehörend, hatte er doch für die Waffen,in deren Gebranch seine Jugend verstrichen, eine besondereVorliebe bewahrt und deshalb auch den Namen desRitters Kuno, trotz seines Domherrngewandes, er-halten.