Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
276
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hatte etwas zu beklagen, ohne einige Hoffnung eines bes-sern Zustands der Dinge für die Zukunft.

Die Krönung Karls war zu Bonn vor sich gegangen,da auch Köln die Aufnahme verweigert; Gcrlach hattedieselbe veranstalten helfen, und von dem Volke der Um-gegend die Spöttereien mit erdulden müssen, welche dem"Geschöpfe der Pfaffen« reichlich zu Theil geworden.

Um in die neue Würde, von welcher Heinrichs vonVirneburg volksthümlichcs Ansehen und festbcgründcteMacht noch immer ihn zurückgedrängt, gewaltsam sicheinsetzen zu können, trachtete der Graf seine Kräfte durchtüchtige Bündnisse zu stärken, und ging im Jahre 1347Unterhandlungen mit dem Pfalzgrafen Ruprecht, mit demGrafen Walram von Sponbeim und mit seinen BrüdernAdolf und Johann von Nassau ein. Er gab ihnen schwereSummen Geldes für die Versicherung bewaffneten Bei-stands. So empfing der Pfalzgraf nicht weniger als 50,000Goldgnlden, und zur Sicherheit hiefür die Schlösser Rc-chenstein, Schaumburg, Fürstenau, so wie die StadtWeilnau, nebst Zugehörden, davon die Hälfte ihm erblichzugefallen, und die Vogtei über Nassau, beides mit Zu-stimmung der Verwandten Gerlachs, verpfändet; Walramaber 40,000 Goldgnlden, und als Unterpfand die BurgenBeckclnheim, Martinstcin und Sobcrnheim, nebst den da-mit verbundenen Dörfern, Gütern, Waldungen, Gefal-len und Nutzungen. Die Baarzahlnng ward für die Zeitfestgesetzt, wo der Graf seinen Gegner Heinrich vertriebenund den crzbischöflichcn Stuhl wirklich bestiegen habenwürde. Die Brüder, Adolf und Johann, sodann GrafJohann von Nassau-Hadamar und der Probst Niklaus zuSt. Viktor standen als Bürgen ein. Seinen Brüdern selbst,verhieß Gerlach als Preis solcher Willfahrigkeit und zuleistender Kriegsgenossenschaft die Summe von 24,000