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Noch haben wir ans die Töchter Gerlachs einen Blickzu werfen. Die älteste, Adclheide, war mit Graf Ul-rich von Hanan, Sohn Ulrichs des ältern, (um 1326)vermählt; die zweite, Agnes, schon um 1333 zn Claren-thal Nonne und später Äbtissin in demselben Kloster; diedritte, Anna, ans Gerlachs erster Ehe, erscheint, imJahre 1337, als Gemahlin des Grafen Kraft von Hohcn-lohe. Das Todesjahr sämmtlicher drei bleibt nnausgemit-tclt. Eine vierte Tochter, deren Namen man nicht findet,wird als Gemahlin Konrads von Weiusberg, um dasJahr 1366, urkundlich aufgeführt.
Aus der zweiten Ehe hatte Gerlach den Krato oderKraft hinterlassen, welcher, wahrscheinlich unvermählt,im Jahre 1346 bei Cressy in Frankreich den Heldentodstarb; sodann Ruprecht, welcher der Gräfin Anna vonNassau-Hadamar, Johanns einziger Tochter> seine Hand(1365) reichte; eine gewaltsame Natur, der Freuden undEuter des Lebens höchst begierig, darum er auch seinengeistlichen Beruf, welchem er anfänglich bestimmt gewesen,wieder aufgab. Er gerietst mit seinen Schwägern von Ha-damer in vielfache Irrungen, und es wird gemeldet, daßer verschiedene Orte ihnen mit dem Recht des Stärker»abgedrnngcn.
Er hatte von seinen Kräften ein solches Selbstbewußt-seyn, daß er auch Kampf mit der Übermacht nicht scheute.So bestand er die furchtbaren Angriffe der Gesellschaft vomStern, welche über zweitausend Ritter und Knechte gezähltund über beinahe dreihundert und fünfzig Burgen verfügthat. An dem Strauße Landgraf Heinrichs von Hessen mitdieser Gesellschaft, unter deren Mitgliedern auch sein Vet-ter Johann von Nassan-Dillenburg sich befand, nahm erdeßhalb sehr thätigen Antheil und erhielt vom Landgrafenreichlichen Sold. Bei Hirschfcld und Hadamar fanden sie