ihrem Tode treue Liebe bewahrte, überwog die Empfind-lichkeit gegen den Störer seines Lebensglückcs, und erfolgte dem Pannier seines ehemaligen Schwiegervatersim Kampfe wider den Feind des Hauses, K. Albrecht. Manliest nicht ohne Rührung, daß seine Leiche neben jener derJutta beigesetzt worden, entweder eigenem Wunsche, odereiner Verfügung des böhmischen Königs gemäß (vermuth-lich 1304).
Jmagina, die Zweitälteste Tochter, war in jungenJahren gestorben; dagegen reichte die dritte, Mechthil-dis, ein Fräulein von großer Schönheit, dem ritterlichenLudwig von der Pfalz, Bruder K. Ludwigs des Baiern,die Hand. Vermuthlich war es am St. Ägidiustage 1295,daß zu Nürnberg die feierliche Vermählung vor sich ge-gangen. (') Mechthilde, bisweilen auch mit dem vertrau-lichen Namen Mezza aufgeführt, ward demnach die Stamm-mutter des ganzen nachmaligen Pfalzgrafengeschlechts. Sietheilte die Unruhen und Verwickelungen des Hauses, inFolge der Irrung mit Ludwig dem Baier. Nach einemLeben voll Treue und Liebe und voll Gram und Kummer,begehrte sie, als die letzte Stunde heran genaht, aus-drücklich, zu Clarenthal, bei den Gliedern der vaterlichenFamilie zu ruhen (s 1328).
Der dritte Sohn, Gerlach, erhielt vor den Jahrender Großjnhrigkeit die Verwaltung seines Erbes unmittel-bar nach Ruprechts Hinscheiden; er führte sie eine Weilegemeinsam mit seinem jünger» Bruder Walram und unterLeitung der Mutter Jmagina. Verschiedene urkundliche
(') Zn die Varianten der Annalisten und Urkunden, welche durchdie Verschiedenheit der Verlöbniß-, Heirath« und Heimfuhrrungsfestlichkeiten entstanden sind, gehen wir, al« unwichtig,hier nicht ein.