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verändert geblieben; vielleicht war es römische Politik,dem Hochmuth der Prälaten, welche in so mancher Pe-riode dem heiligen Stuhle eine kräftige Opposition gebo-ten, einen Fürsten als Widerpart zu lassen, von dessengünstiger Gesinnung gegen seine Person und sein Ansehener in allein Übrigen sonst überzeugt war.
Wir sind nicht gesonnen, die Urtheile über den Geistder Regierung Adolfs und die Maßregeln und Fehler der-selben zu wiederholen oder zu berichtigen, welche die spä-tern Geschichtschreiber angebracht und einer dem andernnachgeschrieben haben. Die besten Urtheile wird der Leserselbst aus eigener Anschauung vorliegender Thatsachen undaus dem Zusammenhang des Ganzen zu entwerfen imStande seyn; mehrere dieser Geschichtschreiber fabeln indas Blaue hinein und begehen Widersprüche, die sie selbstnicht bemerken. (')
Unserer Ansicht nach muß ein vierfacher Standpunktausgeschieden werden, um über den Charakter des Königsgehörig entscheiden zu können : 1. seine Stellung als In-dividuum an und für sich selber betrachtet, dem Zeitaltergegenüber; 2. seine Stellung als König zu den Fürstenund dem Hochadel; 3. seine Stellung zu den Priestern,und 4. die zu den Städten. Nach diesem muß man denGcsammtcindruck betrachten, welchen er auf die Nationüberhaupt und auf das Zeitalter im Allgemeinen gemachthat. Die erstere Stellung, trotz aller Verwirrungen undSchwächen, ist ehrenwerth und großartig; in der zweitenerscheint er, gleich den größten Kaisern des Mittclalters,Vorfahren und Nachfolgern, als Opfer einer Politik,
(') Selbst der ehrliche Hab erlin raisonnirt diesmal ganz un-verständig. Einige treffende Winke gibt C. A. Wenzel.1. ' 16