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Eilftes Kapitel.
Der Fürstentag zu Mainz. Vorladung und Absez-zung Adolfs. Wahl Albrechts von Österreich zumKonige der Teutschen. Die Gründe für die Em-pörung und Afterwahl.
^as Werk priesterlicher Anmaßung und fürstlicher Treu-losigkeit gegen den rechtmäßigen König der Teutschen warzu Mainz inzwischen näher gediehen, und der Plan desAufruhrs auch in der äußern, gesetzlichen Form zur Reifegebracht. Der erste Anlaß zu Beschwerden über Adolf war,wie erzählt worden, von dem englischen Subsidicnvcrtraghergenommen; die Ehre war dabei in den Vordergrundgestellt, aber es war die Mißgunst, welche insgeheimanspornte. »Die Fürsten — also schreibt Pfister hierüber— wollten keinen fremden Krieg; oder sie erwarteten we-nigstens, daß er das Geld unter sie vertheilen würde.Man sieht, Adolf zeigte anfangs guten Willen, die Ruheunter den Reichsständen zu erhalten : aber in kurzer Zeitverlor er die Zuneigung derer, die das meiste unter einemnur schwachen Oberhaupt gehofft hatten, und war dochnicht stark genug, diejenigen zu schützen, welche seinervorzüglich bedurften. Daß er auch ländcrgierig war, konn-ten ihm die andern nicht verzeihen.«