Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

Als der Herzog wider den König so viel unterhandelte,daß große Unruhen befürchtet wurden, scheuten sie sichnicht, mit Lütolden von Regensberg, so nnabläßig den-selben das Mißgeschick seines Vaters verfolgte, zweijäh-rige Freundschaft aufzurichten. Bern und Freiburg ließendurch sechs vornehme Rathsherren jeder Stadt, unter demFreiherrn Ulrich von Thorberg, der nach des konstanzi-schcn Bischefs Tod der Grafen von Kibnrg Pfleger war,all ihren Zweispalt untersuchen und entscheiden. Schonvorher wurden durch Bern die Solothurncr in gleichenBund aufgenommen. In den Bund, welchen die Bcrncrmit Amadeus auf sein Lcbcnlang machten, trat auf zehnJahre und mit Burgrecht Ludwig, sein Bruder, Freiherrim romanischen Land. Im oberländer Gcbirg wurden dieHerren von Rarou, von Eschcnbach und von Weißenburg,welche zu oft, im Stolz ihrer unzugänglichen Macht, je-des Königs Frieden brachen, dadurch ruhiger, als dieGemeine von Leuk, Graf Josselin von Visp und mit al-ler Macht von Wallis Bischof Bonifacius (aus dem HauseChallant) den Krieg der Stadt Bern bis jenseit Oberlan-des wider sie zu führen versprach. Als König Adolf durchkeine Ursache so sehr, afs durch die Kunst Albrechts inäußerste Gefahr kam, blieben die reichSfreicn Bürger undLandlcute des helvetischen Landes in seiner Treue. Ihmschwuren die Schweizer um den Schirmbricf der Freiheit.Abt Wilhelm, da er vergeblich zu Wien, vergeblich inAlbrechts Lager, wider Salzburg, um des Herzogs Gunstgeworben, lebte im dritten Jahr am Hof König Adolfs.DcrKönig, zurückg ehalten von der Niedrigkeitseines eigenen Glücks, welches zu weit unterseiner Würde war, unterließ nicht, ihm und seinemStifte, für den Dienst wider gemeinschaftliche Feinde dank-bare Liebe in seinen letzten Tagen durch Anweisungen auf