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Da die parteiische Begeisterung der Sieger vorzugsweisedie ruhmvollen Einzelnhciten der Ihrigen zu samiuclu,die Erinnerung der Geschlagenen aber mehr mit den Ein-drücken des erlittenen Unglücks, als mit Sammlung derheldcnmütbigen Züge der verschiedenen Thcilnchiner desKampfes beschäftigt war, so finden wir von Adolfs vonNassau persönlicher Wirksamkeit im Einzelnen nichts auf-gezeichnet; doch steht bei allen Berichterstattern sein Nameüberall einer der ersten voran, und die Scene nach derSchlacht, als die Gefangenen an Herzog Johann vorübergeführt wurden, beweist den hohen Werth, welcher ansseine Persönlichkeit und die entwickelte Tapferkeit gelegtworden ist. Auf die Frage Johanns : »Wer er sey?« er-wiederte Adolf : »Ich bin der Graf von Nassau, ein Herrvon nicht großem Gebiet; wer aber bist den» du?« Janentgegnete: »Ich bin der Herzog von Brabant, den duso lange mit Krieg verfolgt und dem du fünf tapfere Feld-hauptlcute ertödtet hast.« Da nahm Adolf, unerschrocken,von Neuem das Wort: »Da wundert es mich sehr, daß dumeinem Schwerdt entgangen, welches ich ganz besondersgegen dich geschliffen, und durch welches dich zu erlegenich ganz besondere Sehnsucht getragen habe.«
Durch solchen Frcimuth des tapfern Jünglings entzückt,gab der Herzog, welcher ritterliche Gefühle zu ehren ver-stand, demselben die Freiheit ohne Lösegeld (wahrend alleübrigen schwer geschätzt wurden) und überhäufte ihn nichtnur mit Geschenken, sondern bat ihn sogar um seine Freund-schaft hinfüro.