Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
53
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Heinrich II, welcher in der Stammgeschichte vielfachwirksam auftritt, Ruprecht lll,, schon um 1224, wie esscheint, ohne Erben, vom Schauplatz verschwunden, undBeatrix waren die Sprossen der Ehe Walrams undKunigundes.

Hohen Ruhm erwarb sich der altere Sohn des erstenArnold, Graf Ruprecht II,; au ihn lehnten sich dieHoffnungen und Bestrebungen aller übrigen Familien-glieder.

Viele tapfere Thaten, in Teutschlaud wie in der Fremdevollbracht, gewannen ihm des Kaisers Vertrauen, undbeim Volke den Namen des »Streitbaren.-- Erstererbrauchte seinen Arm und seinen Rath zumal in denitalienischen Hcerzügcn. Als der zweite große Kreuzzugder drei Monarchen von Tcutschland, Frankreich undEngland im Jabre 1188 vor sich ging, war Ruprecht ei-ner der vorzüglichsten Begleiter Friedrich Nothbarts, undbestand im Dienst dieser heiligen Sache mehr als irgendEiner gleich anfänglich nicht geringe Gefahren. Er hattedem berühmten Reichstage zu Mainz noch beigewobnt,der das Großartigste, Ruhmreichste und Schönste zu glei-cher Zeit neben einander auswies, was teutsche Nationjemals in älterer Zeit besessen, und zugleich dem Gottcs-tage vom Jahre 1188 ebendaselbst, welcher den Krcuzzugbeschloß und einleitete. Als der Kaiser sür zweckmäßig ge-funden, die künftigen Verhältnisse und Verbindlichkeitenzwischen den Pilgerern und den Byzantinern gegenseitigzu regeln, und deshalb eine Gesandtschaft an Jsaak denEngel, Beherrscher des oströmischen Reiches, abzuferti-gen, welche alles Nöthige in Konstantinopel selbst mit demHofe erledigen sollte, sah sich Graf Ruprecht von Nas-sau, gemeinsam mit seinem Vetter von Dietz, dem Bischofvon Münster und dem kaiserlichen Kämmerer Marquard,