Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Urkunde, deren Original in keinem nassau'schen Archivespäter sich vorgefunden, selbst sehr gerechte Zweifel obwal-ten, so glaubt Kremcr dennoch, daß der Überlieferunghier zu vertrauen sey, und daß diese die oben angeführ-ten Gründe zum mindesten unterstütze. Das Ottos Ge-mahlin Magdalcna geheißen und eine Tochter Wall-ravs, Grafen zu Spanheim, gewesen sey, wirft Krcmerzu den übrigen Fabeln Tertor's. Das Jahr 990 dagegennimmt er als dasjenige seines Todes an.

Der in der Maasschlacht gefallene Konrad hatte keineErben hinterlassen; dagegen finden sich Nachrichten vonAbkömmlingen des andern Bruders, Otto, vor. So erscheintein hoffnungsvoller Jüngling Eberhard, von BischofDietrich zu Mainz, seinem Oheim, zärtlich geliebt, welcherin der Blüthe seiner Jahre (978) dahinschied; ein zweiter,Ger lach, Graf des Lahn- und Hessen-Gaues, von wel-chem verschiedene, sehr charakteristische Urkunden zeugen;endlich ein dritter, Otto, durch heftige Zwiste mit St.Marimin bekannt. Ans der Geschichte desselben und ausurkundlichen Verhandlungen glaubt Kremer hinreichendeGründe für seine Behauptung geschöpft zu haben, daßAnsclm und Guntram, welche sofort dabei erscheinenund deren anderweitige Bestimmung schwer hält, als un-mittelbare Sprossen des einen oder andern jener SöhneOtto's gelten müssen, denn das Lehen, (die Güter zuBrechen) worüber der Streit entstand, war auf die Erbendesselben gegeben, dieses Erbrecht aber zweifelsohne dieUrsache, warum der Abt Dietrich von St. Maximin demDynasten Anselm das Lehen auf Geheiß des Kaisers reichenmußte; eben so ist es der Titel, aus welchem der Rückfallder Güter, gemäß einem von Abt Dietrich vorgelegten Ver-gleiche, nach Anselms Tod vonZdessen Sohne Guntram undden nächsten Sippen der Beiden angefochten werten konnte.I. 3