mahlin K. Konrads des Saliers. Durch diese Ehe, welchevon vielen als blutschänderisch betrachtet war, ist sie dieMutter des salischen Königsgeschlechtes, und durch ihreUrenkelin Agnese, Gemahlin Herzog Friedrichs l,, dieMutter des hohenstaufischen Hauses geworden. Die Tu-genden und Geistesgaben Gisela's zu beschreiben, ist nachden Lobpreisungen so vieler Historiker überflüssig. Mcch-thilde war ebenfalls zweimal vermählt, zuerst mit H.Konrad von Kärnthcn, Ohm K. Konrads II, vonväterlicher Seite, und mit H. Friedrich von Lotha-ringen. Ihre Tochter Beatrix reichte dem MarkgrafenBonifacio von Thnscien die Hand und ward dadurchGroßmutter der berühmten Freundin der Pabste, Mathildis.
Von dieser Linie des salischen Hauses kehren wir zuder von Otto, dem ältesten Sohne G. Gebhards, gestifte-ten und zwar zuvörderst^u G. Eberhard, Bruder Kon-rad Kurzbolds, zurück. Es muß dieser Eberhard als Stamm-vater des Nassau'schen und mehrerer andrer Geschlechterangenommen werden, wiewohl man nicht läugnen kann,daß die Genealogie und Geschichte der Abkömmlinge des-selben, gegen Ende des zehnten und im eilsten Jahrhun-dert, in größere Dunkelheit gehüllt sich zeigen, als dieübrigen Zweige des Geschlechts der Salier. Den Beweisfür die Behauptung, daß Eberhard dieser Stammvatersey, führt Kremer, in der Hauptsache, und wenn wirseine weitschweifigen Erörterungen zusammenziehn, also:
Es ist unumstößlich dargethan, daß Eberhard, der Bru-der Konrad Kurzbokds, Graf des Maienfcldes gewesen,Konrad dagegen die Grafschaft des untern Lahngau's be-sessen; ferner, daß diese Grafschaft, nach dem Tode desletztern, ebenfalls an Eberhard gefallen, Beide warendemnach während ihres Lebens Besitzer derselben Güter,welche einst ihr Urgroßvater G. Gebhard I. innegehabt.