und der bolandlschen Herrschaft Kirchheim, dem nassau'-schen Hause zu.
Wir fassen den genealogisch-historischen Faden bei denübrigen Söhnen Heriberts wieder auf. Der zweite dersel-ben, Gebhard, erfreute sich zu den Tagen Heinrichs II.großer Achtung und nahm das Bedauern alles Volkes mitsich, als er, nach der Rückreise des Kaisers aus Burgund,im Jahre 1016, plötzlich starb. Weder von einer Gemahlin,noch von Kindern melden die Geschichtschreiber das Ge-ringste. Dagegen weiß man, daß der jüngere Bruder,Heriberts dritter Sohn, Otto von Hammerstein, seineschöne Base Jrmcngardis zum Weibe genommen, daßer die Grafschaft in der Wettcrau verwaltet, daß er Ottovon Kärnthcn (des frühern H. Konrad von LothringenSohn) ans dem Heercsznge wider Markgraf Arduin vonJyrna nach Italien begleitete und mit dem Erzbischof Er-kenbvld von Mainz in bitterer Fehde lag. Ein Versuch,den Prälaten gefangen zu nehmen, reizte das Rachege-sühl desselben auf das Äußerste, und Erkenbold wußte ihmnur dadurch freien Lauf zu lassen, daß er aufeiner National-synode die Ehe Ottos mit der nahcvcrwandten Jrmengardals blutschänderisch und somit als aufgelöst erklären ließ.Aber weder dieser Beschluß der Kirche, noch derselben Bannbesiegten die heiße Liebe des Hammerfteincrs für das Weibseines Herzens. Mit Macht fiel er in's Gebiet des Erz-bischofs und rächte die verwundeten Gefühle durch Mordund Brand. Erkenbold erhob bei dem Könige selbst nununaufhörlich Klage, bis dieser die Burg des Grafen be-lagerte und ihn selbst zur Unterwerfmtg zwang. Aber ob auchOtto seine Güter Preis gab, — von dem theuersten allerschied er nicht. Er starb, seiner Liebe getreu, in den Ar-men der schönen Jrmcngarde (1038).
Der einzige Sohn dieses innigen Verhältnisses, Udo,