Druckschrift 
1 (1831)
Entstehung
Seite
14
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ältesten Ahnen der Salier verfolgen und da, wo bestimmteZeugnisse schweigen, aus dem Zusammenhange der Bege-benheiten und aus der innern Wahrscheinlichkeit der Gründeund der Umstände die Wahrheit hervortreten lassen.

Aller Wahrscheinlichkeit nach sind die Altvordern derSalier an den Ufern der Lahn zu suchen. Nachmals dehn-ten sie sich entlang den beiden Ufern des Rheins ans, undim zehnten Jahrhundert ging ihre Herrschaft von denGrenzen Westphalcns bis zum Neckar. Diese Gegendenfaßten den obern Rhcingau, den Gau Kunigcsnndra, denNied- und Wettcrgau, den Ober- und Unter-Lahngau,und den Haiger-, Engcrs- und Einrichgan in sich. Alleeinzelnen Bestandtheile dieser Gaue zu beschreiben, liegtaußerhalb unseres Zweckes; wir verweisen in dieser Hin-sicht auf die schätzbaren Werke und Abhandlungen vonLamey, Besscl, Hontheim, Estor, Reinhard, von denbeiden Kremer und Wcnk. Nur was die beiden Lahngaue,den obern Rhcingau und den Gau Knnigesundra betrifft,sind wir, zum Behufe der Verständniß mancher urkund-lichen Bcstimmnngen, nähere Erklärung schuldig.

Die Grenzen des Erstern erstreckten sich südlich von Sulz-bach an der Bergstraße und von Birstadt, unter dem zumLobdengau gehörigen Lampertheim in den Rhein, ans derWestseite den Strom hinunter bis zum Einfluß des Mains;nördlich die Mitte des Mains heraus bis Offeubach undBürget, und von da östlich über das Gebirge wiederumSnlzbach zu. Am jenseitigen Mainufer, gerade bei dessenEinfluß in den Rhein, stieß er an den Kunigesundra-Gau. Die Mitte des Mains war die Grenze desselbendem obern Rheingau; westlich lief eine beträchtliche Streckebis an den Rhein, und sodann diesen herunter, bis da, wo erdie den untern Nheingau scheidende Waldaffc aufnimmt.Entlang dieses Baches dehnte er sich in's Gebirge bis zur