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kritischer» Wenk nnd dem geisivcrwandtcn Crolliusüberlegene Gegner gefunden. Der fleißige Arnoldi,ohngeachtet er sich weder an Gelehrsamkeit mit dem er-ster«, noch an Scharfsinn mit den letztern messen darf,ist den Spuren der Gegner des salischen Ursprungs nach-gegangen; seine eigene Ansicht darüber blieb er, auf die-selben einfach sich beziehend, den Lesern schuldig.
Obgleich der neueste Geschichtschreiber von Nassau sichmehr auf Seite des hessischen neigt, so ist er gleichwohleine gedrängte Übersicht beider entgegengesetzter Hauptmei-nungen schuldig, um so mehr, da zuletzt doch beide, wieArnvldi richtig bemerkt hat, als Hypothesen, die eine nurscharfsinniger als die andere, dastch'n, und eines festen hi-storischen Beweises für sich ermangeln. Bei den beiden trittwenigstens einigermaßen die ehemals so herrschende Nei-gung hervor, den Ruhm des einen Geschlechts auf Kostendes andern zu erhöhen, oder durch Bezwciflung bisher alsausgemacht geltender Thatsachen und der Ächtheit dieseroder jener Urkunde, entweder den Glanz eines fürstlichenHauses, oder den Ruf eines Schriftstellers in etwaS zuschmälern. Man braucht bei solchen Dingen nicht geradezuböswillige Absicht vorauszusetzen : die menschliche Eitel-keit hat an und für sich selbst ein reiches Arsenal nnd wirddurch die starre Rechthaberei der Gelehrten noch verstärkt.Die alte legitime Darstellung von dem gemeinsamen Ur-sprung und Zusammenhang des Nassau'schcn Hauses mitdem salischen Königsgcschlechte völlig zu übergehen, würdedaher eben so sehr eine Lücke, wenn auch nicht in der Ge-schichte, doch in der Literatur der Geschichte unserer Dy-nastie seyn, als unbedingte Annahme ihrer Ächthcit, nachso vielen und scharfsinnigen Gegenbemerkungen, einen Man-gel an historischer Kritik und eine Unwissenheit in den Fort-schritten derselben, besonders in Bezug ans den fraglichen