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Teutschen genießen nun einmal des onerosen Privi-legiums, sobald sie schreiben. Niemanden es recht zumachen, oft ihren eigenen Landsleuten nicht, und denAusländern oft gar nicht; aus dem alleinigen Grunde,weil sie, statt allein das Ideal und die Grundsätze derHistoriographie zu befragen, sich allzu sehr nach denoft eben so ungründlichen, als ungereimten LaunenAnderer richten. Der Verfasser der Geschichte des Hau-ses Nassau hat darum nur bei solchen Partien häufi-ger Citationen sich erlaubt, wo er aus ganz neuenoder ungekannten Quellen schöpfte und die Meinun-gen früherer Schriftsteller bekämpfen mußte, im Übri-gen hat er es versucht, mit größtmöglicher Gediegen-heit in Benutzung und Verarbeitung der Quellen dieleichteste und angenehmste Darstellung zu verbinden,zwei Dinge, deren keines dem andern, seiner Ansichtgemäß, wohl schaden kann.
Ebenverselbe wird es auch unterlassen, den genea-logischen Spielereien allzusehr stch hinzugeben, welchebei der Nassau'schen Geschichte mit ganz besondern: Ei-fer angewendet worden sind. Eine an großen Män-nern und Schicksalen so reiche Familie bedarf solchesBallastes nicht, welcher bei der Beschaffenheit unseresZeitgeistes die Betreffenden nur lächerlich macht, ohnedie Sache selbst in etwas zu vermehren»