^ ie Zeit, in der wir uns bewegen, erträgt kaumnoch eine Huldigung, dem Namen eines Lebenden,dem Ruhme eines Geschlechtes dargebracht; sie belegtauch die Versicherungen aufrichtiger Verehrung unduneigennütziger Liebe mit dem Vorwurfe der Schmei-chelei und des Lobdienstes. Darum mgß der Geschicht-schreiber , welcher diese Klippe vermeiden will, mitden Geistern der Vergangenheit reden. Diese Geisterauch sind es, welche allein oft noch aus drückendenGefühlen der Gegenwart uns erheben und das Ge-müth durch die Betrachtung dessen stärken, was zuallen Zeiten und bei allen Geschlechtern als gleichwahr und groß sich dargestellt hat.
So red' ich denn diesmal zu dir, hohe Gestalt,die du als Genius der reinsten und starkmüthigstenFreiheitsliebe vor noch nicht drei Jahrhunderten deinerZeit und deinem Volke erschienest, klug, wie die Kin-der der Welt, und fromm, wie ein Gottesstreiter, mitden W> ffen des Verstandes, der Begeisterung unddes Armes zugleich; mitten im Sturm von Außen,und in der Brandung des Parteihasses von Innen,ein unerschütterlicher Fels, ein Katarakt der edelstenGeisteskraft und ein Damm zugleich gegen ihre ver-heerende Strömung.