Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
347
Einzelbild herunterladen
 

unter, und die Lichtcnstcincr, oder die zweite Linie traten ansden Vordergrund. Doch werden sie nach dein Jahre 1ZS7nicht mehr in Urkunden gelesen. Die Nassau's hatten, trotzdes Verkaufes an den römischen Konig, ihre Ansprüche aufdie Herrschaft fortbchanptet und von Zeit zu Zeit geltend zumachen gesucht. Mehrere Akte und Verträge darüber sindfrüher schon angegeben worden.

Graf Johann von Solms wagte es, im Widerspruchmir den Bestimmungen, welche die Burg Greiffenstein inTrümmern erhalten wissen wollten, sie wieder aufzubauen,und zwar mir Unterstützung eines Nassauers, ncmlich desstreitbaren Ruprecht. Dagegen erhob Johann feierliche Ver-wahrung und Kdnig Wenzel untersagte ernst die Fortsetzungdes Bau's, aus dem Grunde, daß die wiederhergestellte Burgdie Sicherheit der Heerstraße von Köln nach Frankfurt ge-fährden würde. Darüber entstand bitterer Hader zwischenNassau-Dillenburg und SolmS, bis zu Bvppard ein vorläu-figer Vergleich zu Stande kam "). Das Schloß ward vonJohann an die Solms abgetreten, oder vielmehr der Wieder-aufbau desselben gestattet; aber den Anspruch ans die Herr-schaft selbst gab er nicht auf, sondern trachtet, ihn auf jedeWeise durchzusetzen. Mit dem Grafen Gottfried von Sapn,dem Stifter der Sayu-Wittgcnstein'schcn Linie, als einem neuenBewerber, verglich er sich, nachdem dessen Sohn Engcl-brecht II. mit der Erbtochtcr von Grciffenss'in, Agnes, sichvermählt. Engelbrecht nahm von Graf Johann die hinter-lassenen Lehen ihres Vaters Gerhard, als Aftcrlchcn des StiftesWorms, an, und da er keiner Erben sich zu erfreuen hatte,so verkaufte er"") den Berg und die ganze übrige Herrschaftan Nassau-Dillcnbnrg und bestätigte zu Gunsten dieses Hau«

H Den tz. Februar pnd z». Jglss tzg»."») Montag vor Maria Geburt 15S5.