Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
328
Einzelbild herunterladen
 

Hinschcid nahm er Anna zur Lippe, die Tochter Bernhardsund Wittwe Graf Otto's von Hoya. Sie brachte ihm Bruch-hausen, wiewohl, da sie ohne Lcibcscrbcn starb *), nur vor-übergehend, zu.

Dic Kinder erster Ehe waren:

1) Johann III., der letzte seiner Linie.

2) Heinrich, Ritter zu St. Johann von Jerusalem,tapferer Streiter unter Karls V. Fahnen in Italien, gefallenin der Schlacht bei Pavia^).

Z) 4) Hcrmina und E v a, in den Klöstern' Engclthalund Walsdorf gestorben.

Johann III. und Bernhard sein Oheim, regierten inNassau einige Zeit, zusammen. Welche Verträge jedoch zwi-schen ihnen beiden deßhalb statt gefunden, ist nicht rechtklar in den Urkunden; wohl aber findet man lctztcrn mitden Neffen in heftiger Zcrwürfniß, da er der früher eingegan-genen Verpflichtungen gegen sie sich geweigert. Wicd undNassau-Wiesbaden söhnten sie mit vieler Mühe wieder ausund Bernhard, auf das Erbe seiner beiden Eltern verzichtend,ward zu seiner Zufriedenheit abgefunden, namentlich durch ei-nen Theil der Kolnischen Pfandschaften. Er besuchte seine

H Nach 1555.

«") 15Z5. In dem Feldzuge in der Pikardie und der Cham-pagne, wahrend welches Franz von Sickingen und Heinrichvon Nassau (aus der Niederländischen Linie) befehligten, undwelcher durch Bayards Kriegslist eine so unglückliche Wendungnahm/soll der Johannittcr Heinrich von Nassau die Heercs-fahne, bei der Belagerung von Mcziöreö, getragen haben;allein offenbar ist dieß der Chronologie nach unmöglich, beson-ders wenn der Graf bei Pavia geblieben seyn soll, und derehrliche Arnoldi, welcher die Nvtil; mittheilt, hat Heinrich,Eugelbrechts II. Neffen, mit dem hier aufgeführten vermuthlichin der Zerstreuung verwechselt.