wurde vollzogen und auch später Johanns Solin vom Kaiserin dem Antheil am Lahnsicincr Zollturnus bestätigt.
Kaum war jedoch Philipp zu Grcnsan gestorben"), alsein vierter Mitbewerber um die Erbschaft, namentlich gegenDicthcr zu Büdingcn, auftrat, ncmlich die Abtei St. Ma-thias bei Trier, als Lchcnsherrin von Villmar. Der Abtergriff alsbald Besitz von der Vogtci und erhielt von Fried-rich III. die kaiserliche Bestätigung darin. Diether suchtesein Recht mit dem Schwerte zu behaupten; das Gotteshaus,den Waffen eines entschiedenen Ritters und seiner Freundeungewachsen, entschloß sich zu Unterhandlungen und überließdem Grafen Villmar als Psandschaft gegen eine Summe vonK000 Gulden mit dem Zusätze, solche ihm gegen JedermannsAnsprache vor Gericht zu garantircn.
Diether ließ sich nun beikommcn, Frank von Kroncn-bcrg in die Gemeinschaft aufzunehmen, Johann und Salcntinaber, im Widerspruch mit dem vorjährigen Vergleich, förm-lich auszuschließen. Erbittert, schlugen die Grafen zu, bemäch-tigten sich der Grcnsan und mehrerer dazu gehörigen Kirch-spiele, so wie des Zehnten zu Brechen. Und nun brach dieIrrung in offenen Kampf aus, bis die Erzbischöffe von Mainzund Köln der Sache sich annahmen und auf einem Tagezu Lahustcin eine Ucbercinkunst zu Stande brachten, vermögewelcher Dicthcr und Frank in lebenslänglichem Besitze vonVillmar blieben, Johann und Salcntin oder ihre Erben da-gegen zur Wiedcrlösimg um die Summe von 6000 Guldenberechtigt seyn sollten. Nassau behielt überdies den Vrcch-ncr Zehnt, als Ersatz des Hcurathgutes der Mcchthildis, undgemeinschaftlich mit Jscnburg das Schloß Grcusau, als tricri-schcs Lehen. Aber es kam dieser Vergleich"") nur thcilwcise
Zm Jahr riZ9.
-») v. <l. Mittwoch nach St. Ulrich