Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
307
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ein sanfter und glücklicher Tod. „Wenn wir ihn — drücktArnoldi sich aus — in seiner Jugend, von dem Geiste seinerZeiten belebt, fast beständig auf dem Kampfplätze finden, soerscheint er dagegen im reifern Alter vornehmlich mit Wohl-stand seines Hauses und der Begründung innerer Ruhe undWohlfahrt seiner Länder beschäftigt. Eine kluge Politik lei-tete seine Schritte; aber er ließ sich durch sie nicht zurWillkühr und zu Ungerechtigkeiten verführen. Ein guter Er-folg begleitete die meisten seiner Plane.

Die der Größe regierender Häuser und dem Wohlstände derLänder selbst gleich schädlichen Theilungen waren, wie inTcutschland überhaupt, so auch in dem Nassauschcn Hanse,bereits herkömmlich geworden. Heinrich arbeitete schon frühediesen schädlichen Zersplitterungen entgegen. Durch seine klugeEinleitung kam das Erbthcil seines Bruders Johann unge-trennt an seine Linie. Um einer neuen Theilung zu begegnen,widmete er seinen zweiten Sohn dem geistlichen Stande. Dieheimliche Vermählung desselben vereitelte aber diesen Plan aufeinige Jahrhunderte. Glücklicher war Heinrich in seinem Be-streben, eine Hauptquelle innerer Unruhen, durch Beschränkungdes übermüthigen Adels, zu verstopfen und seine Besitzungenzu aronndircn. Er erreichte seinen Zweck durch Sündhaftig-keit und kluge Unterhandlungen. Von gewaltsamen Unter-drückungen und Mißbrauch seiner Macht findet sich keineSpur."

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