Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
299
Einzelbild herunterladen
 

— 299 —

Viertes Kapitel.

Heinrich l., ältester Sohn Otto's l>, Stifter der Sie-genschen Linie und seine Geschichte.

Bei der Uebersicht von Otto's I. Söhnen »nd sdcrdenselben zugetheilten Landparzellen war bemerkt worden,daß Heinrich I., nachdem er einige Zeit hindurch mit Mutterund Brüdern, hinsichtlich des väterlichen Erbes, in Gemein-schaft geblieben, bei der Theilung mit Siegen abgefundenund dadurch Gründer der Nassan-Sicgenschen Unterlinie ward.In diesem Heinrich lebte ein aufstrebender kriegerischer Geist,welcher seine Kräfte mehr in Thaten nach Außen, als in Erb-handeln nach Innen zu verwenden sich sehnte. An allen küh-nen Unternehmungen der Tapfern seines Hauses nahm er da-her eifrigen Theil. Wir haben ihn, wenn der Leser sich seinerErscheinung in der Geschichte König Adolfs erinnert, als einender rüstigsten Streiter bei Wöringen und in brabantischcrGefangenschaft erblickt. Für seine Verdienste ward er zwarnicht von demjenigen, für welchen er schwere Opfer gebracht, demErzbischof Siegfried, wohl aber bald darauf von seinem kö-niglichen Vetter entschädigt. Seine Thüringischen Feldzügcals Oberbefehlshaber des Rcichsheercs, sind ausführlich be-schrieben worden, wiewohl die Jahrbücher ihn sogar um seinenwahren Namen gebracht und zu einem Feldherrn Philipp