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Um das Mißliche seiner Lage und jener des Landes nochzu mehren, ließ er sich in viele neue Lehcnschastcn ein, soz.B. mit Dricdorf, Stadt und Kirchspiel, durch den Landgra-fen Heinrich von Hessen ; nur das Lichtcnstcin'schc Gut blieb davonausgenommen. Hessische Gcschichtsschrcibcr habe» mit Unrechtbehauptet, daß Driedorf schon ursprünglich ein Hessisches Le-hen gewesen; die Unterwerfung Johanns geschah im Drangder Geldnoth. Diese Lehenschaft dauerte fort, als ein Theilvon Dricdorf an die Grafen von Katzcnellnbogcn kam, erloschaber nach dem Abgang jener Dynasten, durch die Vereinigungdes Ober- und Nutz-Eigenthums, und wnrdc, als es durchden Katzcncllnbogen'schcn Vertrag an die alten Herren zurück-fiel, nicht wieder erneuert. Auch die Lehen - Auftragung vonNassau, dem Schlosse und andern Besitzungen an das Erz-stift Trier, war in Folge ähnlicher Veranlassungen und eben-falls freiwillig, geschehen.
Johann, von seiner Gemahlin im Leichtsinn ziemlich treuunterstützt, hinterließ auf solche Weise seiner Familie nur ei-nen Theil des väterlichen Erbes und auch dieses nicht unbe-schwert. Er, der die eigene Sache so schlecht verwaltet,ward zum Schutzhcrrn des Klosters Ebcrbach bestellt. Dochschcintselbst diese Thatsache nicht ganz außer Zweifel. Außer die-sem und seinen zahlreichen Schulden, steht in den Jahrbücherndes Geschlechtes nichts von ihm aufgezeichnet. Er starb zwi-schen dem 12. November 156-1 und dem 20. Jänner 1565.
Mit seiner Gemahlin, Elisabeth von Waldcck, Graf Ot-to's") Tochter, welche um mehrere Jahre ihn überlebt, hatteer 10 Kinder gezeugt, die Sohne hießen:
1) Emicho d. ä., geboren 1551, gestorben 1515.
2) Emicho d. j. ""), gestorben 1563.
*) Noch wahrscheinlicher Graf Heinrichs.
»») Ueber die verworrenen Angaben hinsichtlichtlich dieser beidenkl. 19
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