Bicken, welchen seine Kühnheit in die Gewalt seines Geg-ners, um eine Losesnmmc von 1200 Mark und beinahe auch umdas Schloß Königsberg brachte. Schon war letzteres an denGrafen verschrieben; aber Landgraf Heinrich von Hessen, seinBeschützer, wußte die Ucbcrgabe zu verzögern, selbst dannnoch, als Eckard znm zweitenmal in Haft gerathen war.Johann empfand dieses Benehmen sehr übel und verband sich,als Erzbischof Mathias von Mainz Hessen bekriegte, mit die-sem Prälaten. Am loten August 1528 kam es in der Ge-gend von Wctzlar zu einem hitzigen Treffen, in welchem dieVerbündeten zwar siegten, Graf Johann aber erschlagen aufder Wahlstatt blieb. Der kurze Kampf hatte den Landgra-fen an die 200,000 Gulden gekostet und eine Menge Edlerwaren mit gefallen oder gefangen worden").
Als nächster und alleiniger Erbe des Verstorbenen tratHeinrich auf, durch urkundliche Verfügungen und schon frü-her ertheilte Lehen mehrfach hiezu berechtigt; denn diesen Bru-
ch Vergl. die hessische Rheinchrouik. Sie erzählt den Vor-fall also:
„Zu Manch Erzbischoff MattbiasDes Landes Feind und Verderbcr was.
Den alten Zank regt wieder an.
Beruft damit ein groß Heerfahrt,
Dazu bald sein Geselle wardtVon Nassau Dillcnburg Graf JohannDie griffen den Landgraffen an.Bei Wctzlar war ein großer Streit,Darin todt blieb zu beyder SeitManch Nitter guth und Graff Johann,Gefangen ward manch EdelmannDer größte Schade aber zwar,Dem Landgraffen von Hessen warDer Schade, meint man, soll gestehnZweimal hundert tausentd Floren."