ihrer Vermählung starb sie, und der Prinz von Jülich schrittnoch im gleichen Jahre zu einer zweiten Ehe.
Johanna dagegen, welche mit einem Drittheil der Nie-derländischen Besitzungen abgefertigt wurde, verlor ihren Bräu-tigam, noch ehe sie zu mannbaren Jahren gekommen. ZurEntschädigung erhielt sie den Pfalzgrafen Johann von Sim-mcrn. Der Churfürst Philipp, ihres Gemahls Anverwandter,nahm sich ihrer redlich au und sorgte auch für die Sicherheitihres Wittums.
Der einzige Sohn ans zweiter Ehe, Johann Ludwig,am Tage der Hochzeit seiner Halbschwester Elisabeth gebo-ren"), stand unter der Vormundschaft seiner Mutter, bis diesezur zweiten Ehe mit dem Grafen Stollberg schritt, daraufunter der von Philipp zu St. Wcilburg. Doch verzichtetejene erst im Jahre 1Ü81 ganz, und bestallte ihren zweitenGemahl an ihrer Statt zum Mitvormnnd. Die Erziehungdes Jünglings ward von Herzog Reinhard zu Lothringen ge-leitet; Reisen durch Italien bildeten ihn vollends aus. Schonim fünfzehnten Jahre ward er mit Elisabeth von Zweibrücken,Tochter des Pfalzgraf Ludwigs des Schwarzen, in Gegen-wart des Erzbischofs Bcrthold von Mainz, verlobt; das Bci-lagcr zu Saarbrücken im Jahre 1Ü92 vollzogen. Nach demfrühen Tode derselben nahm er Katharina von Mors undSaarwccken, Erbtochtcr dieser Grafschaft, zum Weibe. Vondieser Heirath datirte sich das Recht des Hauses Nassauauf jene Besitzungen, so wie auf die Herrschaften Lahr undMahlbcrg.
Das Leben dieses Grafen ist reich an anziehenden Be-gebenheiten jeder Art, kriegerischer sowohl als politischer, undeben so an wichtigen Diensten, die er bekleidet, an Sendungen,
H tv. Oktober t»7Z.