P Herr Oberbibliothekar Hvfrath Weihet zu Wiesbaden.
— 245 —
fälligerer Behandlung zu machen, und nur die Ottonischc Li-nie, zumal von ihrem Erscheinen in den Niederlanden undihrer Verschmelzung mit dem Hause Oranicn an, in fortlansendcr Erzählung gleichmäßig zu bearbeiten, so-werden wirvon nun an mit dem Reste des noch Folgenden kürzer unsfassen, blos bei einzelnen Namen etwas weitläufiger uns a»6-sprechcn und hinsichtlich der Walram'schcn Linie auf allge-meine Umrisse und Uebersichten der äußerst verwickelten undzerspaltencn GeschlechtSfvlge bis zur neuesten Zeit uns be-schränken; um sodann auf dieser zur Verständniß des Ganzeneinigermaßen nothwendigen Grundlage und Lückencrgänzung,die Schicksale des berühmtem IwcigcS, für uns die eigentlicheHauptaufgabe des Werkes, nach dem in der allgemeinen Ein-leitung angedeuteten Plane aus den Quellen geschildert, lie-fern. Da noch kein Nassau'schcr Geschichtschreiber und Ge-nealog beide Linien zusammen vollständig geschildert hat, sowird eine Uebersicht des Walram'schcn Bruderstammcs auchfür den Leser der Geschichte des Otton'schcn nicht ohne Inter-esse seyn. Jenen erstem aus Quellen bearbeiten zu kön-nen, wird noch immer viele Forschungen, Sammlungen undVorarbeiten in Urkunden, Handschriften und Analektcn erfor-dern, welche in den Archiven und Bibliotheken des Herzog-rkuims dermal aufbewahrt werden. Der geistreiche und gelehrteMann, welcher, dem Vernehmen nach, damit sich beschäftigtist dieser Aufgabe so sehr gewachsen, daß das Eingreifen jedesAndern in die Arbeit nicht anders denn als Anmaßung er-scheinen müßte. Darum bescheiden wir uns gerne schon ansdiesem Grund mit unserem, ohnehin stoffrcichcn, ja überrmchcn Antheil, und begnügen uns, einige ältere wackere Genea-logen zu Führern wählend, mit Einschaltung der Resultateihres Fleißes, als Episode in das Hauptwerk. Nach dieser