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2 (1832)
Entstehung
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Erbc und vom Churfürsten kräftig unterstützt, viele Verdiensteum die Fortsetzung des Begonnenen in Mainz selbst

Adolf, nachdem er mit Ludwig von Vcldcnz über dieBeute noch in Streit gerathen, setzte, frohlockend ob seinesSieges, Fürsten und Städte rings davon in Kenntniß. Sei-nen Schwager, Eberhard von Königstcin, nennt er in einemseiner Ausschreiben, einen zweiten Judas Makkabäus, wclckcrvor allen andern gegen seine Feinde ihm männlich und mäch-tig bcigcstandcn. Es mochte jedoch mancher Rcichssianddurch die Behauptung in andern Briefen überrascht wordenworden seyn, daß die Stadt Mainz seit beinahe stov Jahreneine Empörerin gegen den crzbischöflichcn Stuhl gewesen.

Die öffentliche Meinung in Tcutschland richtet strengüber das Unternehmen und Benehmen des Nassauers gegeneine so reiche und blühende, alrhcrrlichc und reichsfrcic Stadt^eine Königin am Rhcinc durch Gewcrb- und Kunstflciß, wiedurch Gesinnung und Bildung ihrer Bürger. Mit ihrwar ein Hort teutscher Freiheit am Hanptsirome des Vater-landes gefallen. Die Wunden, welche dieser Fall dem Han-del und Verkehr schlug, waren noch fühlbarer, und sie entgin-gen selbst dem Scharfblick Adolfs nicht, als Ehrgeiz undHabsucht ihn zu treiben aufgehört hatten. Sowohl die rückkch-rcnde Schaam über das Geschehene, als ein richtig verstan-denes Interesse bestimmten ihn aus alle Weise, die dünngc-wordcne Bevölkerung wieder zu ergänzen, das öffentliche Ver-trauen herzustellen und auch das Vertrauen der Nachbarnund Fremden zu gewinnen. Schutzbriefe und Privilegien

*) Vergl. C. A. Schaab: die Geschichte der Erfindung derBuchdruckerkunst durch Johann Gensflcisch genanntMitcnbcrgzu Mainz, s Bände. 1850, sowohl Tert als Urkunden,durch Adolf II. ausgestellt. Dieses mit teutschem Flcisie undteutscher Gründlichkeit ausgearbeitete^Wcrk ist eine Zierde un-serer bibliographischen Literatur.