Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
152
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gesessen und ruhig regirt und administirt habe; daß dcrPabsi das Pallium ihm gesandt und Taren von ihm angc-nommcn; daß Graf Adolf gemeinsam mit allen übrigen Ka-pitnlarcn ihm nach seiner Erwählung einen körperlichen Eidgeschworen und dem Herrn und Erzbischof des Stiftes getreuenBeistand verheißen, und daß nun jener „in Vergesse des chc-gemclten sins hochgeloptcn, thüren gcsworn Eyds zu Gottund den Heiligen, durch einen vermessenen Schein dcr päbst-lichcn Versetzung (Provision) Gebots-Erlösunge und Entpin-dnngc desselben sins Eyds, als er vermeint, unbillich erstehtund vorhat, sich des.vorgcruftcn Stiffts zu undcrzichcn undanzuncmcn, und (Dicthern) des zu cntwältigcn, aller Gerichtund Recht' uncrwonncn und uncntsatzt, auch demselben Stisstzu Grosser, mcrglichcr und wantlichcn Zuentrennunge, Zcris-sungc und Schaden, daß er billiger Vcrmydcr und Vorkum-incr, nachdem er dem Stisst gcwant ist, sin soll dann Ursa-chcr oder Furdcrer."

In bittern Ausdrücken beschwert sich dcr Erzbischof amSchlüsse seiner Apologie über die große Treulosigkeit dcr durchEinungcn, Bündnissen und Lehen, mit Eiden und Gelübdenihm und dem Stifte Verwandten und Verpflichteten, überden unerwarteten Angriffe Adolfs von Nassau und seiner An-hänger, ohne Absage und Fchdcbricf, auf den blosen Befehldes Pabstcs hin. Ein solches Benehmen widerstreite Gott undaller Gerechtigkeit und Ehrbarkeit; würde es in diesen LandenWurzel fassen, so dürfte bald für Niemanden mehr einigeSicherheit bestehen und zur Beschönigung des Eid- und Trcu-bruches leicht ein tauglicher Vorwand sich finden, dem gemei-nen Sprichwort gemäß: „wer ohne dies gern tanzt, dem istleicht zu pfeifen." Hicmit forderte Dicthcr alle seine Freundeund Anhänger des Rechts zu seiner Unterstützung und Verthei-digung wider des Pabsies und des Nassauers Vergewaltigungenauf.

Mit dieser allgemeinen Rcchtfertigungsschrift begnügte sich