war cr nicht geweiht, noch nicht Bischof, noch nicht vom Kai-ser belehnt, und doch unterstand cr sich, wider dessen Willendie Nation zu berufen, und obschon cr sagt, cr thue dies des all-gemeinen Bestens wegen, das ihm doch nur in so fern zukommt,als er dazu befehligt ist, so hatte cr doch in der That nur die Ab-sicht, sich Anhänger wider den apostolischen Stuhl in seinerverworfenen Appellationssachc zu verschaffen."
„Als wir das erfahren hatten, schickten Wir unsere Ge-sandte, sehr würdige Männer, zu ihm, nm ihn von seinembösen Wege zurück zu bringen, und zu belehren, wie weiter sich verirrt habe, wie sehr cr sich gegen die göttliche Gesetzeversündige, in welcher Gefahr cr schwebe, wie schädlich seine An-schläge ihm, seiner Nation, und der ganzen Christenheit wer-den könnten! Unsere gute Ermahnungen aber waren fruchtlos.Fürsten und Prälaten bemühten sich umsonst, seinen Starr-sinn zu brechen."
„Er hörte seinen eigene;: Vater nicht, der ihm zum Be-sten rieth, mehr seine Räthe, nicht seinen Wcihbischof, einenvortrefflichen Theologen, der ihm aus der heiligen Schriftbewies, was jeder Bischof dem apostolischen Stuhle schuldig
sey")!"
„Niemand konnte ihm bessere Gesinnungen beibringen,er hörte niemand, als die seinen verwöhnten Ohren schmei-chelnden."
„Da cr nun zu Frankfurt, weil der Kaiser es verbot,seine Zusammenkunft nicht halten konnte, „denn die guten Bür-ger gehorchten ihrem Herrn," so verlegte cr dieselbe nach Mainz,und nahm den Vorsitz, obschon nur wenige zusammen ka-men, und unter diesen einige, nicht, um ihm Gehör zu geben.
) „Er hiesi Siegfried, war Doktor in der Gottcsgelahrtheit, undBischof zu Cyrene, zu seiner Zeit galten tuu Malter des be-sten Waizen au Gulden, schliefe man auf die ungeheure Sum-me, die der Pabst von Dietheru forderte!" DictherS Bivgr,