konnte: befahlen Wie Dicthcrn, seiner Bestätigung wegen,nach Vorschrift der Rechte bei Uns in Person zu erscheinen,weil Wir der Ehre Gottes und allgemeinen christlichen Wohl-fahrt halben, vieles mit ihm zu handeln hatten; dabei mach-ten Wir ihm die gewisseste Hoffnung zu seiner Bestätigung,wenn Wir dieselbe nur immer für diese Kirche crsprieslichfänden."
„Dieser halsstarrige, unbiegsame Kopf aber konnte niebewogen werden, voruns und in dieser wichtigen Versammlungzu erscheinen. Bald gab er Krankheit, bald Armuth vor; ob-wohl Wir seine Genesung abwarten wollten, die auch in kur-zem erfolgte, und nur ein geringes Gcfolg verlangten. Dasein böser Sinn unerschütterlich blieb, so gaben Wir, als Obe-rer, unserm Untergebenen nach, und ließen Uns, als Lehrerbis zu dem Willen Unseres Schülers herab. Wir hofften dasBöse im Guten zu überwinden, und den Stcifsinn eines har-ten Kopfes durch Sanftmuth und Güte zu beugen."
„Wir thaten also der mainzcr Kirche Vorsehung mit sei-ner Person, und gaben die gewöhnliche Bulle; denn Wir wuß-ten nichts von seinen Gebrechen, die bald darauf an den Tagkamen, und glaubten, der wäre gut, den das mainzcr Kapitelzum Hirten verlangt hätte. Die Gewaltbotcn Diethcrs lei-steten Uns den Eid, den andere Bischöfe den römischen Päb-sten auch zu leisten pflegen, sie schwuren ncbst dem, er würdein Jahr und Tag vor uns erscheinen, wo Wir auch UnsernHof halten würden. Hierzu hatten sie eine besondere Volk-macht. Wir glaubten den guten Worten Diethcrs, der durchBriefe und Botschaft versprach, ein wohlgerathcncr und ge-horsamer Sohn zu seyn."
„Als wir aber mit durstiger Seele erwarteten, dieserMensch würde/ als Vertheidiger des apostolischen Stuhles undBeschützer des Glaubens, thun, was Wir zur Verfechtung derReligion, zu Mantua, beschlossen hatten, die Leute seiner Na-tion zum Streit gegen die Türken, zum Gehorsam gegen un-