von Sachsen, Friedrich von Oesterreich, Karl von Lothringenund Dietrich von Köln.
Obgleich mit König Sigismund versöhnt, gcrieth Johanndoch nach einiger Zeit abermals in Zwist mit ihm, über Din-ge von untergeordneter Bedeutung, welche den Annalistendes Erzstiftcs Mainz und des Hauses Nastau nicht hinrei-chend bekannt geworden sind. Allein sie verstanden sich baldwieder und verhießen einander in Urkunden, die zu Koblenzausgestellt worden, friedliches und srcundschastlichcs Wesen fürjetzt und immer.
Als im Jahre 1414 über die schweren Irrungen im In-nern der abendländischen Kirche das Konzilium zu Konstanzentscheiden sollte, und alles, was Namen und Ansehen in derChristenheit besaß, nach jener Stadt hinzog, um auf solcheEntscheidung Einfluß zu üben, begab sich auch der Erzbischofvon Mainz mit einem Gefolge von mehr als 400 Personenund wohl an 600 Pferden dahin. Acht Grafen aus verwand-ten und befreundeten Häusern und eine bedeutende Zahl ange-sehener Ritter zierten sein engeres Geleite. Der Prälat er-schien, von Jedermann angestaunt'-'), in Eisen vom Kopfbis zum Fuße, trutzig und stolz von Aussehen, in Gcbchrdenund Sitten männlich und untadclhaft. Seine Hauptlciden-schaft schien der Ehrgeiz. Ulrichs Jmholz Wohnung, zur Son-nen in der Pauls-Gassc, war seine Herberge.
Als die wichtige Frage über die Adankung der bisherigenGegenpäbste, welche den Frieden der Christenheit verwirrt, unddie Wahl eines neuen, von allen Parthcien unabhängigen inder vcrhängnißvollen Märzwoche lang und breit erörtert wur-de, führte Johann zuerst insgeheim, sodann öffentlich, mit un-gewöhnlichem Feuer die Sache Balthastw Costa's, welcher un-
') Miliwi! plune cultu I>ul,it»ci»c , zuleüni, bi'sckiulia , loi'icüm,»crcaz l'Ll'i'i.'ils Iitttuws: ic> <^uo<I multiz vix llccoruiii viclcvil-rur.