Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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diesem Benehmen unschlüssig, was zu thun, noch konnten siedie Absicht der beiden Prälaten alsoglcich errathen. Allein dieVorarbeiten zu einem endlichen Vergleich und einem allgemei-nen Verständniß waren weiter gediehen, als es den Anscheinhatte. König Sigiömund und Johann von Nassau standeninsgeheim in Unterhandlungen, und wenn diese auch noch nichtzu befriedigendem Ziel gediehen waren, so fühlten doch dieAnführer beider Hauptparthcicn Ermüdung bei dem langwie-rigen Streit und eine Sehnsucht nach Versöhnung und Wie-derherstellung der Ruhe in Tcntschland.

Den Anfang machte der Erzbifthof von Mainz damit,daß sein Protonotar Befehl erhielt, in den fernern Verträgenalles zu vermeiden, was Trier und Pfalz beleidigen könnte.Ebenso unterließ er, von einer neuen Wahl sprechen zulassen und der beiden frühern Wahlen wurde, als gleichsamnicht geschehen, nimmermehr erwähnt. Eine Art Kapitulationkam, auf die Grundlagen vorhergehender „Traktate", zwischenJohann und den übrigen Fürsten zu Stande "), und endlichward, da König Sigismund, um seiner Sache von jedemScheine eines Mangels an Freiheit oder Rcchtsgültigkcitsicher zustellen, eine neue Wahl freiwillig sich gefallen ließ undseinen Stolz den Rücksichten gegen die versöhnliche Stimmungseines bisherigen Hauptfeindcs zum Opfer brachte, der Akt inaller üblichen Form vorgenommen. Der König von Ungarnsah sich endlich durch Stimmeneinhclligkeit an das Reich derTeutschen gewählt und der Erzbischof von Mainz hatte denTriumph, seine frühere Opposition durch Anerkennung dervon ihm durchgesetzten Maasrcgeln von einer Niederlage gc-

") Einen Hauptpunkt bildeten die Kirchen - Verhältnisse dabei-man kam überein, jeder Theil sollte dem Andern seine freieUeberzeugung, welcher von den Gegen-Päbsten der rechtmäßigeoder unrechtmäßige sey, belassen, und kein Theil den andernin Ausübung des Gottesdienstes stören.

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