Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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tigkciten zwischen vielen einzelnen Ncichsgliedcrn wehren sollte.Auch über einen neuen Münzreceß verstund er sich mit seinenCollege» von Trier und Köln, wie er denn überhaupt diesemGegenstände oft und sorgfältig sein Augenmerk widmete.

So gut nun die Verhältnisse Johanns von Nassau zuKönig Ruprecht ausgeglichen und geregelt schienen, so trat dochdie alte Zwietracht plötzlich wieder, gegen alles Vcrhoffen,unter sie; die ungcmessenc Vorliebe des Prälaten für Vcrbün-dimgcn trug daran die alleinige Schuld und eben so die Par-thie, welche er in der traurigen Kirchenspaltung, den Absichtendes Königs zuwider, ergriffen hatte. Der Abt Johann vonFnlda, der Gras Heinrich von Waldeck und die beiden Ritter,durch deren Schwert Herzog Friedrich von Brannschwcig ge-fallen, hatten eine eigene Gesellschaft, die des „Luchses,"errichtet; bei dieser durste der Erzbischof Johann, welcher denNamen dieses Vereins mehr als irgend ein Anderer verdiente,keineswegs fehlen. Er ward alsbald die Seele desselben. NachAndern war er selbst sein ursprünglicher Gründer gewesen. Zu-gleich erklärte sich Johann für den Pabst dcr Pisaner Kirchenver-sammlnng, Alexander V., und gegen Gregor XII., und bewogsodann die berüchtigten Fchdcritter Simon von Wallensieinund Eberhard von Bnchcnan, den Bischof von Padcrborn,Wilhelm von Berg, und die Söhne Johanns von Nassau-Dil-lcnbnrg, Johann den Hanbencr und Adolf, so wie viele andereEdle mehr, endlich auch den Bischof Wilhelm von Straßbnrg,Genossen der MarburgcrUiiion, zu ähnlichem. Des Bundes nächsteund eigentlichste Thätigkeit war aber gegen Hessen gerichtet.

Der Landgraf säumte nicht, gegen die seinem Lande neuer-dings drohenden Gefahren sich zu schützen. Er ging mir denSolmS, Wasserburg, Runkcl und Breidcnbach Freundschafts-vcrträgc ein. Auch des Königs und des Pabstcs (Gregorins)suchte er sicher zu werden.

Ruprecht war durch des Erzbischofs Benehmen in dieserhessischen Affaire, so wie in der Concilien-Angelegenheit sehr