Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Als dcr fromme Hermann diesen Gräucl in seinem Landesah, wurde sein ticfgcreiztcs Herz von noch bittererm Unwil-len, als zuvor, entzündet; er rückte dem letztgenannten Wi-dersacher mit einer Schaar Gutbcrittcncr entgegen, brachte ihnin Unordnung, nahm ihm eine gute Anzahl Pferde ab undsetzte ihm bis Homburg und Landcck nach, welchem Schlosse,so wie der Abtei Hcrsfeld sofort nicht unbedeutender Schadenzugefügt wurde. Er bekam bald darauf einen seiner stolzestenWidersacher, Hans den Starken von Iicgcnhain, so wie dieHauncck, Stammburg dcr ihm so unversöhnlichen Hanna's, inseine Gewalt, und nur mit Mühe, versteckt in eine Wasscrkufeund bedeckt mit Leinengarn, war ihr Besitzer noch den dro-henden Banden entschlüpft.

Als König Ruprecht dieses Wicdcraufbrcnncn dcr Leiden-schaften zwischen Johann von Mainz und den verbündetenFürsten erfuhr, wurde er sehr bewegt und er eilte, sobald undso gut als möglich, dem weiter» Umgreifen einer in damali-ger Acitlagc doppelt gefährlichen Flamme zu wehren. Ersandte darum den Comthur des teutschen Ordens zu Frank-furt, Johann von Hanc, an den Landgrafen und Dietrich vonSchuchshcim (Handschuchshcim?) an den Churfürsten. Bei-den wurde, ihres landfriedcnstörcndcn Beginnens willen, desKönigs scharfer Tadel, so wie sein Wunsch Übermacht, daßdie Waffen wenigstens bis Maria Himmelfahrt ruhen möch-ten. Binnen dieser Zeit verhieß Ruprecht persönliche Ankunftin Fricdbcra oder Frankfurt, in dcr Hoffnung, die streitendenTheile ebenfalls in Person daselbst zu finden, damit sodannein annehmbarer. Alle zufriedenstellender Vergleich unterhan-delt werden könne. Wie wenig jedoch eines RcichsobcrhauptcsAnsehen von den Großen damals geachtet worden, bewies desLandgrafen Benehmen, indem er dcr königlichen Aufforderunggar keine Folge leistete, so daß eine neue Botschaft an dieHerzoge von Braunschwcig gesendet werden mußte, welche so-wohl diesen als den Landgrafen des Königs schweres Mißfal-